Werbeverbote im Saarland

Gefährliche Symbolpolitik nach dem Pippi-Langstrumpf-Prinzip

Dienstag, 16. Februar 2021
In der ersten Coronawelle wurden Lebensmittelhändler noch als Helden gefeiert, in der zweiten Welle werden die im Saarland als Bösewichte gecastet: Die Landesregierung will den Händlern die Werbung für ihre Aktionssortimente verbieten - mit einer mehr als fragwürdigen Begründung. Die Entscheidung darüber soll heute im Saar-Ministerrat fallen. Was die schwarz-rote Koalition unter Ministerpräsident Tobias Hans an Symbolpolitik auf den Weg gebracht hat, könnte langfristig den stationären Einzelhandel beschädigen, den sie doch eigentlich beschützen wollte.
In der Welt der Naivitäten, Blauäugigkeiten und schnellen Schlussfolgerungen sollte die saarländische Landesregierung in Zukunft eine eigene Kategorie repräsentieren. Mit ihrem Vorstoß eines Werbeverbots für alle Produkte außerhalb der Kategorie des täglichen Bedarfs liefert sie eine Lösung, die unter dem Mantel der Nothilfe und Solidarität nicht nur die reale Not vergrößert, sondern auch eine bemerkenswerte Ahnungslosigkeit über wirtschaftliche Zusammenhänge verrät.

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