+Influencer im Kreuzfeuer

Fynn Kliemann und die Mär von der Brand Safety

Montag, 09. Mai 2022
Der Fall Fynn Kliemann erhitzt seit Jan Böhmermanns Enthüllungsrecherche im "ZDF Magazin Royale" vom vergangenen Freitag die Gemüter - und nicht zuletzt die Influencer-Marketing-Branche. Phillip Böndel, Gründer und Chef des Beratungsunternehmens The Ambition, erklärt in seinem Gastbeitrag bei HORIZONT Online, was Marken aus dem Kliemann-Skandal lernen können und warum es so etwas wie hundertprozentige Brand Safety bei Testimonials und Creators nicht geben kann.
Als jemand, der mit The Ambition große Unternehmen bei ihren Strategien und Konzepten in der Hiphop-Kultur beraten darf, habe ich beinahe täglich mit Fragen und Kommentaren zur Brand Safety von Künstler*innen zu tun: "Bitte noch einmal prüfen, ob der/die in den letzten 5 Jahren "Hurens*hn" gesagt hat.", "Auf der vorvorvorletzten Single wurde sehr viel über Sex gerappt. Passt das zu uns?", "Versteh’ mich nicht falsch - ich höre selber super gerne Miami Yacine, aber ich glaube Rap wirkt sich negativ auf unsere Marke aus". Themen, Wörter, Gesten und Aussehen, die anno 2022 im Alltag gesetzt, gesellschaftlich akzeptiert und von jungen Menschen vergöttert werden, sind plötzlich Ur-Quell für Bauchschmerzen und Sicherheitsentscheidungen.

Gut, dass es bis letzten Freitag noch Optionen wie Fynn Kliemann gab. Junge, aufrichtige, gut aussehende, humorvolle, niemals Fäkalsprache nutzende, sich für das Gemeinwohl einsetzende und an der Zukunft der Welt interessierte Almans.

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