#ich_wurde_geHornbacht

Hornbach und was vom Shitstorm übrig bleibt

Mittwoch, 03. April 2019
Nach Tagen der Aufregung hat sich Hornbach nun endlich mit drei Kritikern seiner Frühjahrskampagne getroffen. Doch so undramatisch das Ende des Shitstorms ist, so lehrreich war sein Verlauf. Denn Hornbach hat gezeigt, dass man bei selbst bei scheinbar irrationalen Protestwellen wie #ich_wurde_geHornbacht viel gewinnen kann, wenn man versucht, sich ernsthaft mit der Kritik zu beschäftigen.

Shitstorm, das ist aus Sicht der Unternehmen entweder die Erkenntnis, dass einem der eigenen Mitarbeiter ein peinlicher Fehler unterlaufen ist, oder noch schlimmer: Die Begegnung mit einem irrationalen Mob, dem an einer inhaltlichen Diskussion gar nicht gelegen ist. So war die ING Diba 2012 zu Recht überrascht, als ihr neuer TV-Spot mit einem Wurst essenden Dirk Nowitzki eine Flut von veganen und vegetarischen Wut-Posts auf der Facebook-Seite der Bank auslöste. Argumentieren ist in dieser Situation schlicht aussichtslos.

Ähnlich dürften sich die Marketingverantwortlichen von Hornbach gefühlt haben, als ihre klar als ironisch erkennbare Frühjahrskampagne plötzlich als sexistisch und rassistisch gegenüber Frauen aus Asien deklariert wurde. Sie störten sich an dem TV-Spot "So riecht das Frühjahr", in dem eine Asiatin verzückt an der verschwitzten Unterhose eines Gärtners schnüffelt.

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