Fake News & Hate Speech

Warum die Werbebranche jetzt Verantwortung übernehmen muss

Dienstag, 23. November 2021
Hate Speech und Fake News existieren – das ist Fakt. Insbesondere im Umfeld von Wahlen, Klimathemen, der Covid-19-Pandemie oder der Gender-Debatte sind Hass und Hetze in sozialen Netzwerken, aber auch in etablierten Medien fast an der Tagesordnung. Und sie werden zu einer Gefahr nicht nur für werbungtreibende Unternehmen und die gesamte Werbeindustrie, sondern auch für die reale Welt. Stefanie Tannrath, CEO von UM Deutschland, erklärt in ihrem Gastbeitrag, wieso es höchste Zeit ist, dass die Branche Verantwortung übernimmt.
Die Corona-Pandemie hat die Thematik um Fake News und Hate Speech auch in Deutschland auf ein neues Level gehoben. In den ersten drei Wochen der Ausbreitung von Covid-19 kursierten bereits zwei Millionen Tweets mit Verschwörungstheorien im Netz: über die Herkunft des Virus, die Maskenpflicht, den Impfstoff. Wir können hier von einer regelrechten Infodemie sprechen, die nach Überzeugung von Forschern die Eindämmung des Virus deutlich erschwert hat.

Fake News und Hate Speech haben ihren Ursprung oft in den Social-Media-Plattformen sowie der Fülle von neu gegründeten Nachrichten-Websites, Newslettern und Plattformen einzelner Autoren mit uneinheitlicher redaktioneller Qualität und Standards, die alle von Algorithmen der sozialen Plattformen unterstützt und durch Werbung finanziert werden. Betrachtet man dies im Zusammenhang mit Untersuchungen, die zeigen, dass mehr junge Erwachsene ihre Nachrichten aus sozialen Netzwerken beziehen als von den etablierten Medien, offenbart sich das Problem vor allem im Hinblick auf Falschinformationen. Denn in Feed-basierten Umgebungen ist es oft schwierig, Fakten von Fiktion oder Satire von Lügen und Propaganda zu unterscheiden.

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