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E-Mail-Marketing-Sündern geht es an den Kragen
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E-Mail-Marketing

Wie der E-Commerce-Boom den digitalen One-to-One-Dialog fördert

E-Mail-Marketing-Sündern geht es an den Kragen
Die Digitalisierung hat aufgrund der Einschränkungen im Alltag während der Pandemie deutlich zugelegt. Mit dem Wachstum des Online-Handels konnte auch die E-Mail ihre ohnehin starke Stellung als Marketing-Instrument weiter ausbauen, berichtet Rasmus Giese. Warum vieles dafür spricht, dass diese Entwicklung anhält, erklärt der CEO von United Internet Media in seinem Gastbeitrag für HORIZONT.
von Rasmus Giese, United Internet Media Montag, 21. Juni 2021
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Die digitale Industrie konnte in der Corona-Krise in vielen Lebensbereichen den Alltag unterstützen – sei es bei Video-Konferenzen, Home Schooling, Medienkonsum oder im E-Commerce. Die vermehrte Online-Nutzung wirkte sich auch auf die Werbebranche aus: Im vergangenen Jahr stiegen etwa die Netto-Umsätze im Display-Advertising-Markt um 12,9 Prozent.


Während ein Großteil der Werbebranche neue Lösungen in der Post-Third-Party-Cookie-Ära einführen muss, kann der vertrauensvolle One-to-One-Dialog auf Basis von First Party Data nahezu ungestört fortgeführt werden. Deshalb erweist sich das digitale Dialog-Marketing in der Pandemie als wichtiges Instrument für die Konsumentenansprache.

Digitalwerbung profitiert von wachsendem E-Commerce

Die Erklärung dafür ist einfach: Durch die Einschränkungen im alltäglichen Leben wurden viele Bereiche des Alltags ins Internet übertragen. So haben Produzenten, Dienstleister und Händler aufgrund der Kontaktbeschränkungen ihre Aktivitäten ins Netz verlagert und dadurch den E-Commerce gepusht.

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Das EHI Retail Institut spricht von einem „Rekordumsatz“ im Jahr 2020 und von einer nachhaltigen Entwicklung, die nicht mehr umkehrbar sei. Vom E-Commerce-Boom profitiert auch die Online-Werbung. Der digitale Handel schaltet vermehrt Anzeigen auf Internet-Kanälen, da kein Medienbruch besteht, kurzfristige Buchungen und spezielle Maßnahmen wie Retargeting möglich sind.

Online-Handel intensiviert den digitalen One-to-One-Kundendialog

Gleichzeitig wirken sich die Digitalisierung des Handels und der Werbung auf den direkten One-to-One-Kundendialog aus. Da die Möglichkeiten für eine direkte Ansprache vor Ort fehlen, investieren Unternehmen verstärkt in den digitalen Dialog, um Branding-Maßnahmen zu begleiten, die Kundenbindung zu intensivieren und Bestandskunden zu aktivieren. So buchten Unternehmen vermehrt Kampagnen zur Lead-Generierung, insbesondere mit dem Ziel von Newsletter-Anmeldungen.

Customer Journey sorgt für erhöhte Abrufzahlen im digitalen Postfach

E-Commerce und E-Mail sind eng miteinander verknüpft, denn das elektronische Postfach begleitet die Menschen während der gesamten Customer Journey: von der Registrierung bei einem Publisher oder bei einem Online-Shop über die Bestellbestätigung, von Hinweisen zu Versand und Lieferung bis hin zu Newslettern mit personalisierten Produktempfehlungen und Kaufberatungen.

„Der Trend zum digitalen Dialog via E-Mail ist nachhaltig und genauso wenig umkehrbar wie die Digitalisierung des Handels.“
Rasmus Giese
Die Entwicklung hin zum digitalisierten Handel sorgt für erhöhte Abrufzahlen im digitalen Postfach während der Pandemie. Der Trend zum digitalen Dialog via E-Mail ist also nachhaltig und genauso wenig umkehrbar wie die Digitalisierung des Handels.

Kunden bevorzugen Sicherheit und Vertrauen

Wichtig beim Dialog ist vielen Online-Käufern Sicherheit und Vertrauen: Die Kommunikation findet eben nicht über Messenger-Dienste statt, deren Umgang mit persönlichen Daten mitunter wenig transparent ist und die immer mal wieder Negativschlagzeilen wegen Datenlecks erzeugen. Gefragt ist vielmehr eine vertrauensvolle Kommunikation, was wir auch an den vielen Neukunden von trustedDialog ablesen können. Mehr als 400 Marken schätzen diesen Qualitätsstandard für eine sichere One-to-One-Kommunikation und die damit verbundenen positiven Effekte. Eine UIM Untersuchung aus dem vergangenen Sommer belegt, dass mit trustedDialog-Siegel und Markenlogo gekennzeichnete E-Mails die Öffnungsraten steigern und sich positiv auf die Vertrauenswürdigkeit des Absenders auswirken.

Smarte Services schaffen zusätzliche Möglichkeiten für Dialog-Marketer

Zudem bieten smarte Services wie intelligente Postfächer zusätzliche Möglichkeiten für Unternehmen und Konsumenten. Künstliche Intelligenz erkennt unterschiedliche Typen von E-Mails und ordnen sie automatisch speziellen Kategorien zu: Bestellbestätigungen und Versandbenachrichtigungen werden beispielsweise in der Kategorie „Bestellungen“ gesammelt – diese Touchpoints lassen sich für das Up- und Cross-Selling nutzen. In der Kategorie „Newsletter“ werden die abonnierten Nachrichten dargestellt – dort besteht die Chance, Rabatte und neue Angebote zu platzieren. Und über die neuen Services „Briefankündigung“ und „Digitale Kopie" in Kooperation mit der Deutschen Post erhalten Konsumenten ihre physische Post vorab digital im E-Mail-Postfach – damit werden physische Mailings ein weiterer digitaler Touchpoint im E-Mail-Postfach.

Auch Gen Z und Gen Y halten die E-Mail für unverzichtbar

Und noch etwas spricht für die Nachhaltigkeit des E-Mail-Marketings: die hohe E-Mail-Nutzung bei Gen Z und Gen Y. Die eigene E-Mail-Adresse ist für die junge Generation unverzichtbar und wird bei über 90 Prozent der Befragten sowohl für die private als auch für die formelle Kommunikation verwendet, das zeigt die neue UIM Studie „E-Mail-Nutzung in der Young Generation“. Damit ist auch die Zukunft gesichert, denn der Digitale One-to-One-Dialog mit den Digital Natives hat längst begonnen.  

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