Deutsche Telekom

So kann auch Ulrich Klenke Markengeschichte in Magenta schreiben

Freitag, 24. Januar 2020
Wenn Ende März Chief Brand Officer Hans-Christian Schwingen den Bonner Konzern verlässt, übergibt er seinem Nachfolger Ulrich Klenke ein gut bestelltes Haus. Doch Klenke erbt gleich mehrere Themen, mit denen er sich einen Platz in der Geschichte der Marke sichern kann. Denn die Telekom steht nicht nur vor offenen Fragen bei der Inszenierung der eigenen Marke. Sie muss sich auch angesichts des technologischen Wandels neu positionieren.
Keine Frage: Es gibt größere Baustellen in der Markenlandschaft als die Deutsche Telekom. Dass der ehemalige Staatskonzern heute zu den am klarsten positionierten Großkonzernen in Deutschland gehört, hat viel mit Hans-Christian Schwingen zu tun. Seit 2007 verantwortet er die Markenstrategie des Unternehmens und hat die frühere Vielfalt der Markenprodukte drastisch vereinheitlicht. Der in den Anfangsjahren eingeführte Claim „Erleben was verbindet“ ist bis heute gültig. Dazu bewies Schwingen immer wieder ein gutes Gespür für innovative Kampagnen.

Die 2008 gestartete Dachmarken-Kampagne mit Paul Potts zählt bis heute zu den großen deutschen Werbemomenten. Mit dem 2016 gelaunchten Serious Game „Sea Hero Quest“ zeigte Schwingen, wie sich aus dem Markenversprechen des Unternehmens ein ernsthaftes medizinisches Forschungsprojekt mit weltweiter Strahlkraft entwickeln lässt. Der Lohn der guten Tat: Der Wert der Marke Telekom kletterte laut Brand Finance von 8,9 Milliarden US-Dollar (2008) auf gut 46 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr.

Hans-Christian Schwingen
© DTAG
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Markenchef Hans-Christian Schwingen verlässt die Deutsche Telekom

Bei der Telekom endet eine Ära. Chief Brand Officer Hans-Christian Schwingen wird den Bonner Konzern verlassen. Das erfuhr HORIZONT Online aus Branchenkreisen. Damit geht der Architekt der Marke mit dem magentafarbenen T von Bord. Sein Nachfolger ist ein echter Branchenpromi und hat bereits bei namhaften Agenturen und Unternehmen gewirkt.

Für Nachfolger Ulrich Klenke liegt die Latte entsprechend hoch. Der langgediente Agenturmanager hat wiederholt bewiesen (unter anderem bei der Telekom-Agentur DDB), dass er sich in die kommunikative Problemlage traditionsreicher Großmarken hineindenken kann. So fällt in Klenkes Ägide bei Ogilvy der Start der großen Bahn-Markenkampagne „Diese Zeit gehört Dir“. Dieses strategische Feingefühl wird er ab März gut gebrauchen können: Denn die Liste der zu lösenden Markenaufgaben bei der Deutschen Telekom kann sich sehen lassen.

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