SXSW Tagebuch

Tag 1: Ein cooler Obama und die Suche nach dem Riesenkracher

Sonntag, 13. März 2016
Wenn es in der Digital Economy in diesen Tagen einen Pflichttermin gibt, dann ist es die South by Southwest in Austin. Stephan Ritter von SapientNitro ist vor Ort und teilt seine Eindrücke mit den Lesern von HORIZONT Online. 
Das weltweit größte digitale Klassentreffen geht in seine nächste Runde. Toll wieder in Austin zu sein. Schon auf dem Hinweg ließ sich feststellen, dass alle Agenturen und Netzwerke aus Deutschland wieder vertreten sind, gefühlt stellt die deutsche ‘Delegation’ 25 Prozent der Interactive Teilnehmer - “Germans everywhere”.


Umso interessanter, dass fast niemand die am Donnerstag heißersehnte Nachricht erhielt, die Eröffnungs Keynote von @POTUS  - President Obama - live sehen zu dürfen. Es gab für die meisten also lediglich einen Livestream in einen Konferenzsaal und reichlich Verkehrschaos durch die Airforce1 und die weiträumigen Straßensperren. Da hat der Texaner nur mittleres Verständnis.

Begeisterung rief hervor dass Obama bei Torchy’s Tacos - legendär in Austin - angehalten hat auf dem Weg zur Keynote. Er sprach über gigantische Möglichkeiten des Tech-Sektors, die Probleme den Staat zu digitalisieren (“Easier to Order a Pizza Than Vote”) und den iPhone-Verschlüsselungsstreit mit Apple.
Einen Gesamtüberblick zu den Panels und Vorträgen des ersten Tages zu geben ist so gut wie unmöglich, es herrschte jedoch insgesamt große Zufriedenheit mit der Qualität des Gesehenen. Natürlich betont jeder, dass jetzt DER RIESENKRACHER noch nicht dabei war. Suchen wir den mal weiter...


In meinen Fokusthemen um Marketingdigitalisierung und Ecommerce setzt sich der Trend fort, das Buzzthema Big Data wirklich mal praktisch umzusetzen um Erkenntnisse zur ubiquitären Customer Experience Optimierung zu gewinnen. Alle warten auf Cases und Beispiele von Big Playern, wie sie das denn nun eigentlich machen und mit welchen Tools.

Die Antwort “Big Data to me is Small Data” zusammen mit der Erkenntnis, dass die wirklich guten Cases nicht per Wundertools und vollautomatisierter Echtzeitpersonalisierung, sondern recht manuell von interdisziplinären Teams aus Datenanalysten, Strategen und Kreativen entstehen,  ist ein klarer Trend für den Agentur- und Beratungssektor. 

Hochinteressant ist, dass Pure Player und Startups dem ‘antiquierten’ Kampagnen-zentrischen Denken klassischer Unternemen schon mit ungläubigem Unverständnis gegenüberstehen. Für sie ist Kunden-Zentrik und die Verbesserung von Services, der Experience, das Maß aller Dinge: “Solve a real problem and learn how to innovate". 
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