Kommentar

Lightcycle stolpert über die Möpse von Daniela Katzenberger

Donnerstag, 31. Oktober 2013
Lightcycle verfolgt ein hehres Ziel: Das 2005 von Lichtherstellern wie Osram und Philips gegründete Unternehmen will die Verbraucher dazu animieren, ausgediente Sparlampen zu recyceln, anstatt sie einfach in den Hausmüll zu werfen. Was sicher nicht einfach ist. Das entschuldigt aber noch lange nicht die Kampagne, die Lightcycle Ende der Woche mit Testimonial Daniela Katzenberger startet. Der TV-Spot ist derart plump, dass sich die Zielgruppe eher abwenden dürfte.
Dass Daniela Katzenberger in dem Spot mal wieder ihre Liebslingsrolle der nicht besonders "hellen" Blondinde spielt, ist nicht überraschend - und passt auch zu ihrem selbstgewählten Image. Schon zu Beginn des von der Agentur Zum Goldenen Hirschen Berlin entwickelten Commercials zermartert sich die 27-Jährige das Hirn - zunächst vergeblich. Denn für das Rätsel, wo eine der Sammelboxen für ihre kaputte Glühbirne stehen könnte, will ihr partout keine Lösung einfallen. Erst als die mal wieder sehr offenherzig gekleidete Katzenberger nach unten schaut und die Blicke der Zuschauer an ihrem Dekolleté hängenbleiben, geht ihr ein Licht auf. "Ich frag einfach meine Möpse!", sagt Katzenberger. Dass damit zwei drollige Hunde der gleichnamigen Rasse gemeint sind, sehen die Zuschauer erst in der nächsten Einstellung.


Auch wenn Katzenberger-Fans dem Spot etwas abgewinnen können, ist die Story einfach hanebüchen und zurechtgebogen. Denn sieht man mal von dem doppeldeutigen Wortspiel ab, gibt es für den Auftritt der Hunde in dem Commercial keinen nachvollziehbaren Grund. Auch der Sache ist damit ganz sicher nicht geholfen. Und zwar schon deshalb, weil Lightcycle mit der Kampagne nach Agenturangaben vor allem die weibliche Zielgruppe neu erschließen will - und das für ein ernstes Thema, nämlich Umweltschutz. Dass dies mit einer derart plumpen und niveaulosen Ansprache gelingt, darf bezweifelt werden. Aufmerkamkeit ist einfach nicht alles. mas
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