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Sieben Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen aus Frankfurt! Eine neue Woche beginnt, aber irgendwie lautet das Motto „same, same - but different“: In den Schlagzeilen wie immer Trump (diesmal mit beinahe guter Wertung), Brexit (mit mehr Fragezeichen denn je), Apple (mit einer Fülle an Spekulationen inklusive Hype-steigerndem Link zu einem leeren Vortragssaal), und der Uploadfilter (wegen Demos am Samstag). Und auch wir haben wieder morgendliche News – aber natürlich wie immer ein bisschen anders.
Apple ist bereit, seine Hollywood-Pläne der Öffentlichkeit vorzustellen. Seit über einem Jahr werden nach und nach große Namen präsentiert: Jennifer Aniston und Reese Witherspoon, Steven Spielberg, M. Night Shyamalan („The Sixth Sense”) – alles in allem soll Apple zwei Milliarden Dollar in exklusive Inhalte gesteckt haben. Heute sollen um 18 Uhr deutscher Zeit die Pläne vorgestellt werden. Laut Medienberichten will Apple Verbraucher mit Kampfpreisen locken.  Nicht Hornbach, nicht Edeka – Huawei räumte am Freitagabend beim Deutschen Werbefilmpreis die wichtigsten Auszeichnungen ab und sorgte damit für eine echte Überraschung. Der „monstermäßige Werbefilm“ (Agentur: Jung von Matt, Produktion: Tempomedia) für das Einsteigerhandy P Smart+ überzeugte in den wichtigen Kategorien Beste Regie (für Alex Feil), Bester Werbefilm und Preis der Medien. Was treibt eigentlich die Score Media Group? Zuletzt hatte das Vermarktungsbündnis von 30 regionalen Zeitungsverlagen vor allem durch Personalturbulenzen von sich reden gemacht. Jetzt will sich Geschäftsführer Carsten Dorn wieder mehr um Kunden, Produkte und Erlöse kümmern. Doch genau dabei zeigen sich weitere interne Baustellen. Wenn man sich anschaut, wie sich die Mediennutzungsgewohnheiten der Generation X und der Millennials verändern, fragt man sich: Ist das lineare TV bald tot? Essence-Manager Bastian Lütz hat sich die von der AGF und Google veröffentlichten Nutzungszahlen von Youtube im Detail angeschaut – und kommt in seinem Gastbeitrag für HORIZONT Online zu interessanten Schlussfolgerungen. Hearts & Science will anders sein als andere Mediaagenturen: individueller, datengetriebener, mutiger, agiler. Die jüngste Mediaagentur aus dem Hause Omnicom ist 2017 in Deutschland mit dem Anspruch angetreten, den Markt aufzumischen, doch Pitcherfolge blieben bislang aus. Jetzt erläutern die beiden Deutschland-Chefs André Rahn und Richard Kim erstmals ausführlich ihre Pläne.


Aus der Rubrik "Man weiß nicht, was man hat, eh man es verliert" heute: die Litfaßsäule. In Berlin wurde der Träger für Plaktwerbung und Informationen 1855 von Ernst Litfaß erstmals aufgestellt, hier gehört sie zum Kulturgut. Jetzt werden nach einem Anbieterwechsel wohl 1000 aus dem Stadtbild verschwinden. Das kommt nicht überall gut an. Während Europa die Medienpolitik von Donald Trump kritisch verfolgt, weitet China seine Kontrolle fast unbemerkt auf. Die Süddeutsche Zeitung berichtet, wie die Regierung in Peking nicht nur heimische Medien unter Druck setzt, sondern ihren Einfluss auch auf ausländische Redaktionen ausweitet. Unter anderem betreibt sie eigene Kanäle in zahllosen Ländern und Sprachen.


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