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Sechs Dinge, die Sie heute wissen sollten

Frankfurt am Main hat viel zu bieten - nicht nur die schicke Skyline
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Frankfurt am Main hat viel zu bieten - nicht nur die schicke Skyline
Guten Morgen aus Frankfurt. Selten hat der Begriff Denkzettelwahl so gut gepasst. Die Wähler in Hessen haben die Große Koalition bei der Landtagswahl abgestraft. Dabei kommt die Regierung in Wiesbaden wohl mit einem grünen Auge davon: Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis könnte Schwarz-Grün mit einer hauchdünnen Mehrheit weitermachen. Hier kommen die wichtigsten Branchennews an diesem Morgen. 
Ein Coup für beide Seiten: Ab Januar liegt das Programm-Supplement RTV aus dem Hause Bertelsmann auch einigen Regionalausgaben von Axel Springers Bild bei. Für die RTV Media Group bedeutet die Kooperation einen wichtigen Punktgewinn bei der Verteidigung der Auflagenführerschaft gegen den Angreifer Prisma. Und Bild kann sein Print-Produkt aufwerten – zumindest in den ausgewählten Gebieten.  In einem Schreiben an die Bundesnetzagentur fordert Heimatminister Horst Seehofer, die Ausschreibung für die 5G-Frequenzen so abzuändern, dass der neue Mobilfunkstandard auch in ländlichen Regionen verfügbar wird. Die Netzagentur solle deshalb mit der Frequenzvergabe warten, bis die Bund-Länder-Kommission "Gleichwertige Lebensverhältnisse" ihre Beratungen im Mai nächsten Jahres abgeschlossen habe.  Der IT-Branchenriese IBM hat die Übernahme des Softwareherstellers Red Hat angekündigt. IBM bietet demnach 190 US-Dollar je Aktie in bar und bewertet Red Hat so mit 34 Milliarden US-Dollar. Das teilten beide Unternehmen mit. "Die Übernahme von Red Hat ist ein Game-Changer", sagte IBM-Chefin Ginni Rometty. "IBM wird der weltweite Nummer-Eins-Hybrid-Cloud-Anbieter."  Dem US-Elektroautobauer Tesla droht nach einem Vergleich mit der Börsenaufsicht SEC offenbar schon wieder neuer rechtlicher Ärger. Das FBI ermittelt laut einem Zeitungsbericht mit Hochdruck in der Frage, ob die Firma von Tech-Milliardär Elon Musk falsche Angaben zur Produktion ihres Hoffnungsträgers Model 3 gemacht hat.  Die Nachfrage nach regionalen Nachrichten ist größer denn je. Das Problem: Lokale Medien kämpfen ums Überleben - oder haben den Kampf vielerorts bereits verloren. In den USA entdecken daher zunehmend Tech-Firmen den Lokaljournalismus. Dabei setzen sie zum Teil auf News, die von Algorithmen produziert werden, oder stellen die Infrastruktur, damit Bürger-Reporter selbst loslegen können.  Ferrero muss bei den Mengenangaben einiger Produkte womöglich nachbessern. Das Oberlandesgericht Frankfurt entschied, dass der Süßwarenkonzern bei Raffaello-Pralinen die genaue Stückzahl angeben muss und nicht nur das Gewicht. Geklagt hatte die hessische Verbraucherzentrale. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. 



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