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Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen aus Frankfurt. In einem Interview mit US-Nachrichtensender CNN verkündete Amazon-Gründer Jeff Bezos, den Großteil seines Vermögens von rund 124 Milliarden Dollar noch zu Lebzeiten spenden zu wollen. Die Entscheidung, wo dieses Geld am sinnvollsten eingesetzt werden könne, falle ihm jedoch schwer. Vor dem Hintergrund, dass Amazon bald Tausende Angestellte entlassen will, wirkt dieses Dilemma des einst reichsten Mannes der Welt umso mehr wie ein echtes Luxusproblem. Mehr zu Amazons Stellenabbau lesen Sie in unseren Top-Branchennews am Morgen.
Gerade einmal 3,6 Milliarden Euro haben Unternehmen hierzulande im Oktober in Werbung investiert - und zwar brutto. Laut Nielsen ist das gegenüber dem Vorjahresmonat ein Minus von 11,6 Prozent. Damit erreicht die Sparsamkeit der Werbungtreibenden ihren vorläufigen Höhepunkt. Besonders hart trifft es die TV-Vermarkter.
Vorige Woche konnte sich die Agentur Jung von Matt noch über Silber beim Effie für die von ihr entwickelte Standortmarketing-Kampagne "The Länd" freuen. Allerdings dürfte das auch so etwas wie der Schlussakkord der Zusammenarbeit gewesen sein. Denn Auftraggeber Baden-Württemberg hat sich für einen neuen Agenturpartner entschieden. Schrumpfende Werbeeinnahmen belasten den Fernsehkonzern Pro Sieben Sat 1 stark. Wie das Unternehmen am Dienstag in Unterföhring mitteilte, sank der Umsatz im dritten Quartal um 13 Prozent auf 921 Millionen Euro, der um Sondereffekte bereinigte Betriebsgewinn (Ebitda) fiel um 27 Prozent auf 118 Millionen Euro. Ende Oktober hatte Pro Sieben Sat 1 seine Jahresprognose erneut gesenkt.
Der weltgrößte Online-Versandhändler Amazon plant US-Medienberichten zufolge angesichts des trüben Wirtschaftsausblicks seinen bislang größten Jobabbau. Der Konzern wolle noch diese Woche mit der Streichung von rund 10.000 Stellen beginnen, schrieb die "New York Times" am Montag unter Berufung auf Insider. Der Finanzdienst Bloomberg berichtete später übereinstimmend nach eigenen Quellen. In der neuesten Folge der RBB-Show "Chez Krömer" nahm Comedian Kurt Krömer Ex-Bild-Chefredakteur Julian Reichelt in die Mangel. Zu den Machtmissbrauchs-Vorwürfen kann Krömer ihm dabei jedoch wenig entlocken. Warum ihm vor einem Jahr bei Bild gekündigt wurde, wisse er nicht. "Das hat man mir bis heute nicht gesagt", so Reichelt. Die Süddeutsche Zeitung kritisiert seine Selbstinszenierung als Opfer in der Sendung. Galeria steht in den kommenden Wochen ein schwieriger Spagat bevor. Bei der insolventen Kaufhauskette muss einerseits jeder Cent zweimal umgedreht werden. Andererseits bedarf es kräftiger Werbeinvestitionen, um das für den Handel eminent wichtige Weihnachtsgeschäft erfolgreich zu bestreiten. Galeria versucht sich nun an einer Art Mittelweg. Der Berliner "Tagesspiegel" will zur nationalen Medienmarke werden. Wie Tagespiegel Media mitteilt, wird der Titel ab dem 29. November mit einem neuen journalistischen Konzept im modernen Layout und im kompakteren Tabloid-Format erscheinen. Vor allem die Printausgabe soll deutlich ausgebaut werden. Es war schon einmal einfacher, Markenentscheider bei einer Consumerbrand zu sein. Ukraine-Krieg, Energiedrama sowie Inflation und Rezession sorgen für immer neue Herausforderungen - auch in der Kommunikation. Warum sich Markenverantwortliche Rat bei der Wissenschaft holen sollten, weiß Carsten Baumgarth, Professor für Markenführung an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin.
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