HORIZONT Vor 9

Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen aus Frankfurt! Welche Medienseite Sie heute Morgen auch anklicken – es wird sie Julian Reichelt anschauen! Die Abberufung des Bild-Chefs ist das Medien-Thema der Stunde. Selbst der englische Guardian und die New York Times widmen dem Abgang Berichte. Nun gut, bei der New York Times verwundert das nicht, sie war mit ihrem Beitrag über den Axel Springer Verlag und seinen Boulevard-Chef ja einer der Auslöser des Bebens. Unsere heutigen Top-News vor 9 beginnen auch mit der Causa Reichelt und beleuchten weitere Hintergründen.
Nach der Abberufung von Julian Reichelt beginnt die Spurensuche zur Frage, warum Axel Springer seinen Alphajournalisten erst oder gerade jetzt absetzt. Denn zumindest die nun durch die New York Times bekannt gewordenen Vorwürfe dürften für den Verlag kaum neu sein. Derweil durfte ein Beitrag der Ippen-Gruppe dort bisher nicht erscheinen – nun veröffentlicht der Spiegel Teile davon.
Fast zwei Jahre lang war die Position des Strategiechefs bei Grey Germany nach dem Ausstieg von Kim Florio Ende 2019 vakant. Jetzt hat die Agenturgruppe, bei der sich unter dem Führungsduo Jan-Philipp Jahn und Francisca Maass vieles geändert hat, einen neuen Head of Strategy gefunden. Er kommt von Jung von Matt. Spotify investiert stärker in das Werbegeschäft und stellt hunderte Mitarbeiter ein, um den Anzeigenverkauf anzukurbeln. Die Zeiten, in denen Werbung weniger als 10 Prozent des Gesamtumsatzes ausgemacht hat, seien vorbei, zitiert Reuters Lee Brown, Spotifys Leiter des Anzeigengeschäfts. Der Musik-Streaming-Dienst zielt damit auf die überwiegende Zahl der Nutzer, die keine monatliche Gebühr zahlen.
Richard Branson, Elon Musk und Jeff Bezos greifen für den Reisemarkt nach den Sternen. Nach fast zwanzig Jahren in der Warteschleife könnte der Weltraum-Tourismus 2022 endlich abheben. Doch Unternehmen wie Virgin Galactic und Space X sehen sich auf den Weg zum Milliardenmarkt mit einer unangenehmen Überraschung konfrontiert: Schon vor dem Vermarktungsstart haben sie ein ernsthaftes Image-Problem. Community Commerce ist eine Unterart des Social Commerce und beschreibt die Verbindung aus Community, Unterhaltung und Shopping. TikTok und Publicis, die seit Kurzem eine Kooperation zu diesem Thema unterhalten, wollen nun die Wirkkraft des Community Commerce mit Zahlen untermauern. Man sollte meinen, dass Werbe-Profis genau wissen, was es braucht, um Nachwuchstalente anzulocken. Doch weit gefehlt. Mayr PR hat Stellenausschreibungen der 56 größten Werbeagenturen Deutschlands unter die Lupe genommen und festgestellt, dass diese alles andere als individuell oder gar verheißungsvoll daherkommen. Mangelndes Vertrauen in Staat und Institutionen sowie die Angst vor gesellschaftlicher Spaltung: Zwei Drittel der Deutschen blicken ängstlich auf die gesellschaftliche Zukunft. Das sind die Kern-Ergebnisse einer Studie des Kölner Rheingold Instituts, die auf Tiefeninterviews und einer repräsentativen Befragung beruhen. Wenn Apple neue Produkte vorstellte, war dies immer ein Großereignis mit entsprechender Resonanz. In diesem Jahr fallen die Reaktionen verhalten aus, Mashable-Autor Chris Taylor spricht sogar davon, den schlechtesten Apple-Event aller Zeiten erlebt zu haben: Der Tech-Gigant sei nur noch eine Parodie seiner selbst.
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