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Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen aus Frankfurt. Der Traum deutscher Fußballfans, nach einem Vierteljahrhundert endlich wieder einen EM-Sieg zu erleben, ist ausgeträumt. Mit 0:2 musste sich die Nationalelf gestern Abend im Achtelfinale der englischen Mannschaft geschlagen geben. Die Enttäuschung über das unrühmliche Ausscheiden des deutschen Teams war nicht nur bei Fans und den Spielern selbst groß. Auch die Kritik von Seiten der Medien am scheidenden Bundestrainer Jogi Löw fällt zum Teil sehr harsch aus. Mehr dazu lesen Sie in unseren Top-Branchennews am Mittwochmorgen.

Während der Kicker nach dem gestrigen Ausscheiden des deutschen Teams bei der Fußball-EM Bundestrainer Jogi Löw Konzeptlosigkeit vorwirft, nennt Sport1-Chefredakteur Pit Gottschalk die Niederlage gar eine "gerechte Strafe für drei Jahre Stümpern beim DFB". Die Bild wiederum betitelt die ARD als "Stimmungskiller" für einen verfrühten Abbruch der Live-Übertragung aus dem Stadion nach dem Abpfiff. Momentan deutet vieles darauf hin, dass der Kampf zwischen Politik und der Industrie um die Regeln bei der Lebensmittelwerbung mit immer härteren Bandagen ausgefochten wird. Die Sorgen der Werbebranche sind berechtigt, wie ein neuer weltweiter Report von Brand Finance zeigt.
Vom Frühstückstisch direkt ins Zoom-Meeting mit den Kollegen: Wer lieber in den eigenen vier Wänden arbeitet als im Büro, der konnte das zuletzt tun - und zwar ohne sich groß rechtfertigen zu müssen. Mit dem Auslaufen der Bundesnotbremse fällt nun auch die Home-Office-Pflicht. HORIZONT hat Agenturchef:innen gefragt, was sich dadurch ändert. Stabwechsel bei Philip Morris: Neuer Director Marketing & Digital Transformation bei dem Tabakprodukte-Hersteller wird Rafael de Gendt. Er folgt auf Thorsten Scheib, der als Global Head of Integrated Strategy zu Philip Morris International wechselt. Seit vergangenem Sommer hält Burda die Mehrheit an Nebenan.de, nun baut der Medienkonzern die Vermarktung des Nachbarschaftsnetzwerks weiter aus. Im Interview mit HORIZONT erklären Nebenan.de-Gründerin Ina Remmers und BCN-Chef Michael Samak, wie die Zusammenarbeit funktioniert und für welche Werbekunden sich hyperlokale Vermarktung besonders lohnen dürfte. Der US-Videokonferenzdienst Zoom übernimmt das deutsche Start-up Kites, das auf maschinelle Übersetzungen spezialisiert ist. In einer offiziellen Mitteilung heißt es, dass Online-Meetings via Zoom durch die Zusammenarbeit mit Kites künftig "produktiver und effizienter" werden sollen. Den Kaufpreis nannten die beiden Firmen nicht. Unternehmen, Agenturen, Medien: Sie alle fragen sich inzwischen, ob sie gendergerechte Sprache verwenden sollen. Bei Werbungtreibenden stellt sich diese Frage auch in Bezug auf die Verbraucheransprache. Agorapulse wollte es genau wissen und hat in einem kleinen Experiment untersucht, wie sich Gendern auf die Klickpreise bei Social-Media-Anzeigen auswirkt. Es ist viel über den Digitalisierungsschub der Kommunikation im vergangenen Jahr geredet worden. Aber 2021 könnte zum großen Thema werden, warum ausgerechnet die Werbekreation 2020 so grandios an der globalen Pandemie-Erfahrung gescheitert ist. Ein Blick in die Gewinnerliste der Cannes Lions zeigt, dass Kampagnen zu Corona auch dort nur eine Nebenrolle gespielt haben.
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