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Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen aus Frankfurt. Heute wird Joachim Löw zum letzten Mal in seiner Funktion als Trainer der Fußball-Nationalmannschaft den vorläufigen 26-köpfigen Turnierkader für die Europameisterschaft bekanntgeben. Was laut Medienberichten als sicher gilt: Bayern-Profi Thomas Müller und BVB-Verteidiger Mats Hummels sollen zwei Jahre nach ihrer Ausmusterung aus der Nationalmannschaft als Rückkehrer nominiert werden. Hier kommen unsere Top-Branchennews am Mittwochmorgen.

Die bundesweite Impfkampagne nimmt an Fahrt auf, es wird wärmer und viele Politiker und Wissenschaftler zeigen sich optimistisch über den weiteren Verlauf der Corona-Pandemie. Diese neue Zuversicht wird auch am Nielsen-Werbemarkt spürbar: Im April zogen die Brutto-Werbeinvestitionen hierzulande um satte 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Das Bundeskartellamt nimmt mit seinen neuen Möglichkeiten zum Vorgehen gegen Online-Plattformen nach Facebook nun auch Amazon unter die Lupe. In dem Verfahren werde zunächst geprüft, "ob Amazon eine überragende marktübergreifende Bedeutung für den Wettbewerb zukommt", erklärte Kartellamts-Chef Andreas Mundt am Dienstag.

  Auf der Entwicklerkonferenz Google I/O, die in diesem Jahr rein digital stattfand, stellte der Tech-Konzern Künstliche Intelligenz als tragende Säule seines Geschäfts in den Mittelpunkt. Zudem gab Google einen ersten Ausblick auf die nächste Version des Smartphone-Systems Android und präsentierte neue Datenschutzfunktionen.

  Künftig lässt sich die Chefredaktion des Handelsblatts um Sebastian Matthes bei Technologie- und Wirtschaftsthemen von einem neu geschaffenen Gremium beraten. Den Vorsitz erhält der Präsident des Handelsblatt Research Institute Bert Rürup, sein Vize ist Morning-Briefing-Autor Hans-Jürgen Jakobs. Weitere Mitglieder des Herausgeberbeirats sind Journalistin Katharina Borchert, Bio-Informatikerin Katharina Anna Zweig sowie der Publizist Josef Joffe. Deutschlandweit sinken die Inzidenzen, so dass in vielen Regionen Deutschlands stationäre Einzelhändler und Dienstleister wieder öffnen dürfen. Was wo erlaubt ist, kann dabei extrem unterschiedlich sein, was die Wiedereröffnungskampagnen zu einer kommunikativen Herausforderung macht. Die Mediaagentur Wavemaker bietet kleinen Händlern spezielle Werbepakete zum Re-Opening an. Der Audio-Streamingdienst Spotify will barrierefreier werden und hat dazu neue Features angekündigt. So sollen Podcasts künftig automatisch verschriftlicht und auch das Button-Design geändert werden. Letzteres soll vor allem Menschen mit Sehbeeinträchtigung die Nutzung der App erleichtern, das Transkriptions-Feature hingegen allen Usern eine bessere Navigation innerhalb der Podcast-Episoden ermöglichen. Die mit Spannung erwartete Kampagne von Scholz & Friends für die Hybrid-Range von Volkswagen liefert nur werbliche Hausmannskost. Beim Versuch, bloß nichts falsch zu machen, möglichst viele Zielgruppen anzusprechen und dann auch noch Produkt und Technologie zu zeigen, ist ein austauschbarer und letztlich ziemlich langweiliger Vignettenfilm entstanden. Onlinehändler sind ohne Zweifel der Gewinner der Corona-Pandemie. Doch wer nun glaubt, der lokale Handel steuere mit Vollgas auf einen Abgrund zu, der irrt möglicherweise. Eine Studie von PwC belegt jedenfalls, dass es einen weiteren Profiteur der durch Corona veränderten neuen Konsumgewohnheiten gibt. Nämlich den Laden um die Ecke.

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