HORIZONT Vor 9

Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen aus Frankfurt. Immer wieder Ärger mit Astrazeneca: Ab heute soll das Präparat nur noch für Menschen ab 60 Jahren eingesetzt werden, wie die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beschlossen haben. Unter 60-Jährige sollen sich "nach ärztlichem Ermessen und bei individueller Risikoanalyse nach sorgfältiger Aufklärung" allerdings weiterhin damit gegen Corona impfen lassen können. Hintergrund sind aufgetretene Fälle von Blutgerinnseln in Hirnvenen, die in Zusammenhang mit dem Impfstoff stehen könnten. Garantiert frei von unerwünschten Nebenwirkungen: unsere Top-Branchennews am Mittwochmorgen.
Eine Stellenanzeige von Axel Springer bringt die Branche in Wallung. Der Verdacht: Upday wird Dienstleister für Facebook News. Das hieße: Ausgerechnet Springer würde entscheiden, welche Artikel anderer Verlage dort angepriesen werden. Wie passt das zur Lobbyarbeit des BDZV-Präsidenten Döpfner für ein deutsches Leistungsschutzrecht?
Im vergangenen Jahr hatte es beim Mega-Pitch des Autobauers BMW am Ende doch nicht geklappt, dafür kommt die Digitalagentur Accenture Interactive jetzt bei Smart zum Zug. Was auf den ersten Blick vielleicht ein bisschen wie ein Trostpflaster aussehen mag, erweist sich bei genauerem Hinsehen als durchaus umfangreiches Paket. Nachdem sich wegen einer zu früh veröffentlichten Pressemitteilung von Volkswagen USA gestern alle fragten, ob sich der Autohersteller in Übersee wirklich in "Voltswagen" umbenennt, ist die Katze laut Reuters und Wall Street Journal nun aus dem Sack: Dahinter verbirgt sich tatsächlich nur ein geplanter Marketing-Gag zum 1. April.
RTL will seine Berichterstattung über den Klimawandel mit einer eigenen Sendung ausbauen. Ziel ist ein "regelmäßiges Format, in dem eine fundierte und zugleich verständliche Klimaberichterstattung im Fokus steht", wie der Sender mitteilt. Das Format soll im Umfeld des Newsformats "RTL Aktuell" zu sehen sein. Groß und groß gesellt sich gerne: Der Wort & Bild Verlag, Herausgeber der Apotheken Umschau und weiterer hochauflagiger Kundenmagazine für Pharma-Fachgeschäfte, besorgt nun auch die Vermarktung der VdK Zeitung mit über 1,7 Millionen verkauften Heften. Und nimmt das zum Anlass, die Media-Analyse aufmischen zu wollen. Was man lange nur von Facebook und Twitter kannte, greift nun offenbar auch auf LinkedIn vermehrt um sich: Beleidigungen und Diffamierungen anderer Nutzer sowie Verbreitung von Falschnachrichten. Aktivist Johannes Ceh will dabei nicht tatenlos zusehen und fordert Deutschland-Geschäftsführerin Barbara Wittmann zum Handeln gegen Hate Speech und Fake News auf. LinkedIn verschließt sich der Debatte nicht. Vergangenen Sommer präsentierte Rezo Nindo, die aus einem privaten Projekt entstandene Website für Social-Media-Analysen. Schon die frei zugängliche Version bietet zahlreiche Auswertungsmöglichkeiten für die größten Social-Media-Kanäle. Seit heute ist auch die professionelle Version online, mit der Unternehmen ihre Influencer-Marketing-Aktivitäten planen und überwachen können. Der Journalismus erlebt derzeit ein Wechselbad der Gefühle. Wer sich mit der Zukunft der Branche beschäftigt, stößt abwechselnd auf apokalyptische Untergangsszenarien und utopische Rettungsverheißungen. Warum es sich in diesen Zeiten dennoch lohnt, mit neuen Medien-Start-ups und frischen Geschäftsmodellen an den Start zu gehen, erklärt Forum.eu-Gründer Paul Oswald in seinem Gastbeitrag.
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