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Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen aus Frankfurt. Bis tief in die Nacht haben Bund und Länder um den weiteren Kurs in der Corona-Pandemie gerungen, am Ende einigten sich alle Beteiligten wie erwartet auf eine Verlängerung des seit Dezember geltenden Lockdowns bis zum 18. April, der eingeschlagene Lockerungskurs wird angesichts stark steigender Inzidenzen rückgängig gemacht. Und: Über die Ostertage wird ganz Deutschland eine fünftägige "Ruhepause" (Kanzlerin Angela Merkel) verordnet, in der öffentliches, privates und wirtschaftliches Leben weitgehend heruntergefahren werden, um die dritte Welle zu brechen. Nur am Karsamstag soll der Lebensmittelhandel geöffnet bleiben. Hoffen wir das Beste. Hier kommen unsere Top-Branchennews am Dienstagmorgen.
Marken bieten Orientierung und Sicherheit - gerade in unsicheren Zeiten wie diesen. Laut der aktuellen Ausgabe der Studie "Most Trusted Brands" von Reader's Digest greift jeder fünfte Verbraucher in der Corona-Pandemie häufiger zu vertrauten Marken - dabei werden Kriterien wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz immer wichtiger. Eine globale Brand liegt gleich in drei Vertrauenskategorien vorn.
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist im Umbruch. Doch wohin sollen sich die Sender in Zeiten des Medienwandels entwickeln? Der ARD-Vorsitzende und WDR-Intendant Tom Buhrow geht dieser Frage in einem Gastbeitrag in der FAZ nach - und zeichnet den Weg der ARD zum "non-linearen Content-Netzwerk" 2030. Demnach sollen die Öffentlich-Rechtlichen eine "Mediathek für alle" werden. Die Deutsche Post macht ernst in Sachen Klimaschutz: Wie Konzernchef Frank Appel angekündigt hat, will das Unternehmen bis zum Jahr 2030 stolze 7 Milliarden Euro in klimaneutrale Logistik investieren. Zudem wird die Vorstandsvergütung an den neuen Nachhaltigkeitsfahrplan gekoppelt. Auch sollen bis 2025 30 Prozent der Führungspositionen weiblich besetzt werden.
Bis 2023 wird der Werbemarkt für Telekommunikation weltweit jährlich um 4,5 Prozent wachsen. Ursache dafür sind neue Smartphones und 5G. Das geht aus einer Prognose von Zenith hervor. Davon profiert auch Deutschland. Hierzulande soll der Telko-Werbemarkt 2023 ein Volumen von 610 Millionen Euro erreichen. Über ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie lässt sich ziemlich genau sagen, wie Unternehmen aufgestellt sein müssen, um mit der Ausnahme-Situation zurechtzukommen. Wer immer noch nach dem richtigen Weg sucht, sollte sich beeilen, mahnt Adobe-Deutschlandchef Christoph Kull im HORIZONT-Interview und beruft sich dabei auf eine Studie seines Arbeitgebers. Just Eat Takeaway.com, hierzulande als Lieferando am Markt aktiv, baut die Zusammenarbeit mit dem europäischen Fußball-Verband UEFA aus. Nachdem sich das niederländische Unternehmen bereits als Sponsor für die EM verpflichtet hat, kommen nun weitere Rechte hinzu. Neu im Sponsoring-Portfolio ist unter anderem die Champions League. Wenn es um Werbeverbote und Medienkompetenz geht, wird oft und gerne auf den aufgeklärten und mündigen Bürger verwiesen. Eine Studie der Bundeszentrale für Politische Bildung und mehrerer Landesmedienanstalten stellt der Bevölkerung bei der digitalen Informations- und Nachrichtenkompetenz nun allerdings ein denkbar schlechtes Zeugnis aus. Die Tatsache, dass die Menschen mehr Zeit zuhause und online verbringen sorgt dafür, dass die Grenze zwischen Unterhaltung und Kommerz verschwimmt und Videos als Shopping-Tool selbstverständlich werden. In seinem Gastbeitrag für HORIZONT Online nennt Marcus Greye von der Digitalagentur TLGG spannende Beispiele und erläutert, welches Potenzial in "Shoppable Bewegtbild" steckt.
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