HORIZONT Vor 9

Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

   Artikel anhören
© Fotolia
Guten Morgen aus Frankfurt. Im Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump haben die Anklagevertreter eindringlich eine Verurteilung des früheren US-Präsidenten gefordert. Trump habe seine Anhänger mit klaren Anweisungen zum Sturm auf das US-Kapitol am 6. Januar angestiftet und wenn dies ungestraft bleibe, könne der 74-Jährige weitere Gewalt anzetteln, mahnten die Ankläger am Donnerstag im US-Senat. Heute sind nun Trumps Verteidiger an der Reihe, ihre Argumente vorzutragen. Das Impeachment bleibt also spannend. Hier kommen unsere Top-News am Freitagmorgen. Starten Sie gut ins Wochenende!
Die Corona-Krise belastet Walt Disney weiter stark, doch das Streaming-Geschäft boomt und der Entertainment-Gigant ist nach zwei düsteren Vorquartalen zurück in den schwarzen Zahlen. In den drei Monaten bis Ende Dezember erzielte Disney einen Gewinn in Höhe von 29 Millionen Dollar. Disney+ gewann in diesem Zeitraum stolze 21 Millionen neue Abokunden dazu. Damit hat der Streamingdienst inzwischen fast halb so viele Nutzer wie Branchenprimus Netflix. Seit dem Start von Clubhouse sind ein paar Wochen ins Land gegangen und der Hype hat sich etwas gelegt. Eine Studie von Civey im Auftrag der Universität Duisburg-Essen zeigt nun: Es ist in erster Linie die Bildungselite der Großstädter, die sich auf Clubhouse tummelt - und jeder zweite ist nicht von der Langlebigkeit der App überzeugt. In der politischen Kommunikation biete die Plattform allerdings großes Potenzial. Eigentlich soll die Deutsche Welle für demokratische Werte einstehen und Deutschland vor einem internationalen Publikum repräsentieren. Doch in einem Bericht der Süddeutschen Zeitung (Paid) erheben Mitarbeiter der Rundfunkanstalt jetzt schwere Vorwürfe gegen die Führungsetage. Die Rede ist von Streit, Missmanagement, Einschüchterung und Schikane, Kritik habe die Entlassung zur Folge. Seit zwei, drei Jahren debattiert die deutsche Werbeindustrie mit einer neuen Leidenschaft über Werbewirkungsforschung - doch befindet sie sich auch auf dem richtigen Weg? Thomas Koch bezweifelt das und sagt: "Es ist nicht damit getan, Wirkungsforschung zu betreiben in der Absicht, zu beweisen, dass man alles richtig macht." Berater Lukas Hetzendorfer springt ihm zur Seite. Die zu Beginn des Jahres gestartete Kampagne "Tender tastes better" läutet einen Paradigmenwechsel in der Kommunikation von Milka ein: Die Mondelez-Marke betont vor allem ihren Purpose und will die Relevanz bei jüngeren Konsumenten erhöhen. Auch bei der Zusammenarbeit mit Agenturen geht Milka neue Wege. Markenchef Godert van den Heuvel erläutert die Strategie. Sich auf das veränderte Nutzungsverhalten besser einstellen? Den Nutzern auf die Plattformen folgen? Enger zusammenarbeiten, damit die Marktmacht der GAFAs nicht weiter wächst? Es scheint ganz so, als hätten die CMOs ihre Forderungen beim Restart-Gipfel von HORIZONT einmal zu oft herausposaunt. Denn diesmal reagieren die Vermarkter ungewohnt scharf – und das ist gut so, findet HORIZONT-Redakteurin Katrin Ansorge. Facebook, Twitter und Co ziehen offenbar Konsequenzen aus der fortlaufenden Kritik an dem Umgang der Plattformen mit Hate Speech. Zu diesem Ergebnis kommt der Media Responsibility Index des Agenturnetworks IPG Mediabrands. Allmonatlich weist Youtube in seinen Ads Leaderboards die erfolgreichsten Werbevideos auf der Plattform aus. Jetzt hat die Google-Tochter die drei Marken gekürt, die 2020 mit ihren Spots auf Youtube am besten performt haben: Bosch, Lidl und Ebay Kleinanzeigen. Alle drei Brands kommen auf ein positives Sentiment von über 90 Prozent.
Bitte loggen Sie sich hier ein, damit Sie Artikel kommentieren können. Oder registrieren Sie sich kostenlos für H+.
stats