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Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen aus Frankfurt. Die Möglichkeit der freien Meinungsäußerung über die Live-Audio-App Clubhouse ist in China jetzt der Zensur zum Opfer gefallen. Chinakritische Politik-Diskussionen auf der Plattform waren der Regierung schon länger ein Dorn im Auge, seit gestern Abend nun ist die App aus den USA für Einwohner der Volksrepublik gesperrt. Auf der chinesischen Kurzvideo-App TikTok hingegen erfreut sich aktuell eine 81-Jährige Rheinländerin großer Beliebtheit, die mit Fitness- und Tanzperformances weltweit für positives Aufsehen und Millionen Klicks sorgt. Was sonst noch wichtig ist, lesen Sie in unseren Top-Branchennews am Dienstagmorgen.
Die seit kurzem auch in Deutschland vertretene S4-Capital-Tochter Mediamonks hat sich auf die Fahnen geschrieben, ein neues Geschäftsmodell zu etablieren - irgendwo zwischen Werbeagentur, Online-(Media)agentur, Content-Studio und Produktionsfirma. Allein in diesem Jahr sollen 250 Mitarbeiter eingestellt und das Angebot weiter ausgebaut werden. Mehrere Produktionsfirmen sind darüber empört und haben nun die Sektion Werbung in der Produzentenallianz auf den Plan gerufen. Seit 2014 war Torsten Ahlers bei der Otto Group, zuletzt als Bereichlsleiter Retail Media. Nun zieht es ihn zu Media Saturn, wo die beiden Elektrofachhändler Media-Markt und Saturn vereint sind. Seit Anfang Februar ist Ahlers dort als Managing Director Retail Media tätig. Dass Ahlers die Otto Group verlassen wird, wurde bereits im vergangenen Oktober bekannt. Tom Brady und seine Tampa Bay Buccaneers haben den Super Bowl in sportlicher Hinsicht gewonnen. Auf dem Feld der Werbung, wo der Kampf nicht minder heftig tobte, geht PepsiCo mit seinen Marken Pepsi und Mountain Dew als Sieger hervor, wie eine Twitter-Analyse von Brandwatch zeigt. Laut der Erhebung waren auch 95 Prozent der Gespräche über die Marke positiv. Das Ranking der Inhaberagenturen erscheint im April. Bis dahin halten sich die meisten Agenturen mit der Meldung ihrer Zahlen zurück - sofern sie diese überhaupt veröffentlichen dürfen. Zu den Anbietern, die ihre Umsätze nennen, gehört die Hirschen Group. Auch wenn CEO Martin Blach noch keine konkreten Zahlen präsentiert, ist er zufrieden mit der Geschäftsentwicklung im Seuchenjahr 2020. 2020 verhielt sich der Werbemarkt für Beauty-Produkte und Luxusgüter in etwa so, wie erwartet. Doch die Nachfrage nach Kosmetik in der Pandemie bleibt gering. Laut einer Prognose von Zenith wird die Erholung des Werbemarktes in diesen Bereichen 2021 nicht über 1,7 Prozent hinaus kommen. Für 2022 prognostizieren die Planer Ausgaben von 7,7 Milliarden US-Dollar. Arbeitgeber sind in der Pandemie besonders darum bemüht, qualifizierte neue Mitarbeiter einzustellen und wollen künftig mehr in die Zufriedenheit ihrer Angestellten investieren. Auch über Gehaltserhöhungen, um gute Arbeitskräfte zu halten, denken Unternehmensverantwortliche laut einer Stepstone-Erhebung vermehrt nach. Um von den aktuellen Chancen zu profitieren, müssen Jobsuchende allerdings flexibel sein. Der Plattformbetreiber Ebay hat seine Umsätze hierzulande um über 5 Prozent auf 970 Millionen Euro gesteigert, wie aus der jetzt veröffentlichten Gesamtbilanz des Online-Marktplatzbetreibers hervorgeht. Die Konzerntöchter in Großbritannien und Südkorea legten aber deutlich stärker zu. Hauptgrund war der Boom bei den Verkaufsprovisionen. Das Geschäft mit Marketingdienstleistungen war hingegen weltweit weiter rückläufig. Die Pandemie hat den Trend zu kritischem Konsum, Umweltbewusstsein und nachhaltigen Produkten weiter befeuert. Gut so! Und das Wichtigste: Immer mehr Marken ziehen mit und setzen Zeichen - so wie die Outdoor-Brand Patagonia, die sich jüngst eine Wachstumsbremse im Sinne der Nachhaltigkeit verordnete. Benedikt Holtappels erklärt in seiner Talking-Head-Kolumne, warum nachhaltiger Konsum so zukunftsweisend ist.
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