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Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen aus Frankfurt! Jede Krise birgt auch Chancen, die alte Weisheit zeigt sich jetzt einmal mehr. Vielleicht nicht gerade da, wo man sie vermutet hatte: Forscher haben sich mit den Auswirkungen der Krise auf das Liebesleben von Paaren befasst und sind zum überraschenden Ergebnis gekommen, "dass die Sexualität bei über 50 Prozent der Paare besser wird". Wir wünschen ein schönes Wochenende! Und hier unsere Branchennews von heute Morgen.
Datendämmerung: Axel Springer-Chef Mathias Döpfner fordert ein Verbot der kommerziellen Nutzung privater Daten auf digitalen Plattformen. So konnte, so musste man jüngst seinen Bittbrief an die EU verstehen. Vom Digitalverband Bitkom kommt nun scharfe Kritik. Die Verlagswirtschaft dagegen applaudiert – denn das soll wohl nicht für sie gelten. Auch bei der Ausdeutung der Nutzersouveränität gibt es Dissens. Bei der 55. Ausgabe des Super Bowl wird aufgrund der Corona-Pandemie vieles anders sein als sonst: Neben den leeren Rängen im Raymond James Stadium in Tampa werden auch viele bekannte Marken bei dem Werbespektakel fehlen – darunter etwa Budweiser, Coca-Cola, Audi und Hyundai. Andere wiederum nutzen das Mega-Event erneut für emotionale, witzige und tolle Spots. Wir zeigen die zwölf besten. Das Oberlandesgericht Nürnberg hat auch in zweiter Instanz die Millionenklage eines Mitgründers der inzwischen insolventen Firma Solar Millennium gegen die Süddeutsche Zeitung abgewiesen. Der Beschluss ist nicht rechtskräftig – der Kläger hat die Möglichkeit, Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof einzureichen. Der Fitnessgeräte-Anbieter Peloton tut sich schwer damit, das explosive Wachstum seines Geschäfts in der Corona-Krise zu bewältigen. Im vergangenen Quartal stieg der Umsatz erstmals über eine Milliarde Dollar. Bei Snapchat sorgten 16 Millionen neue tägliche Nutzer für einen Umsatzsprung um 62 Prozent auf 911,3 Millionen Dollar. Zwei Gewinner der Krise. Trotz der sinkenden Infektionszahlen und der langsam aber sicher anlaufenden Impfkampagne steigen die Sorgen der deutschen Bevölkerung wegen der anhaltenden Coronakrise wieder. Die unsichere Lage dämpft zudem die Ausgabebereitschaft der Konsumenten, auch das Aktivitätslevel der meisten Befragten ist deutlich gesunken – viele Menschen igeln sich offensichtlich ein. Das geht aus der jüngsten Welle der Umfragereihe Pilot Radar hervor. Während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 haben zahlreiche Marken Botschaften des Durchhaltens, der Solidarität und der Verlässlichkeit gesendet. Nun, fast ein Jahr später, ist Corona in der Werbung allenfalls unterschwellig vorhanden – dabei ist die allgemeine Lage nicht weniger dramatisch als damals. Lassen Marken hier womöglich eine Chance liegen? Auch im Marketing will fast jeder Anbieter der größte sein. Das geht aber nicht – und muss auch gar nicht, findet Christian Rechmann, Geschäftsführer der Münchner Agentur For Sale. Sein Credo: Ob größter Player im Markt, wichtigste Marke im Kopf oder echte Alternative – Marken sollten ihren Platz kennen und entsprechend ihrer Position agieren. Der Super Bowl ist nicht nur ein riesiges Sportereignis und eine Gelddruck-Maschine, sondern jedes Jahr auch ein Blick in die amerikanische Seele. Dieses Mal wirbelt die Corona-Pandemie einige Traditionen durcheinander.

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