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Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen aus Frankfurt. Das rechtskonservativ regierte Ungarn hat angekündigt, gegen Facebook und Twitter und deren Nutzerrichtlinien vorzugehen. "Heutzutage kann jeder ohne jedes offizielle, transparente, korrekte Verfahren aus dem Online-Raum ausgeschlossen werden", schrieb Justizministerin Judit Varga  auf ihrer Facebook-Seite. Sie werde deshalb noch im Frühjahr im Parlament einen Gesetzesentwurf zur Regulierung der Tech-Giganten in Ungarn einreichen. Was sonst noch wichtig ist, lesen Sie in unseren Top-Branchennews am Mittwochmorgen.
Europa gegen die Daten-Allmacht der amerikanischen und chinesischen Tech-Giganten: Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einem offenen Brief in der Welt dazu aufgefordertden großen Plattformen zu verbieten, private Nutzerdaten zu speichern und für kommerzielle Zwecke zu verwenden. Mit einem solchen Verbot würde von der Leyen "die Welt verändern", so Döpfner. Bei der Schweizer Agenturgruppe Wirz gibt es demnächst einen Neuzugang im Top-Management - und zwar aus Deutschland: Kathrin Jesse, bislang Strategiechefin von DDB Berlin, wechselt Anfang April zu der inhabergeführten Firma, die mit einem Umsatz von 24 Millionen Franken zu den größten Werbedienstleistern des Landes gehört. Bei Wirz wird die 41-Jährige nicht nur Mitglied des Führungsteams, sondern auch Teilhaberin. Es geht ab bei Upday: 2020 erzielte die App ein Werbeerlös-Plus von 50 Prozent – und das im Jahr der Coronakrise, die auch vielen Digitalvermarktern zu schaffen machte und macht. Auch im neuen Jahr will man deutlich zweistellig wachsen, mit dem Kuratieren und Aggregieren der Inhalte anderer. Und mit Algorithmen. Ist Upday die bessere News-Plattform – auch langfristig? Clubhouse ist weiterhin in aller Munde. Doch wie groß ist das langfristige (Vermarktungs-)Potenzial der Live-Audio-App? Die Mediaagentur OMD ist dem Hype jetzt in einer Onlineumfrage auf die Spur gegangen und hat zwei Wochen nach dem Start der App Bekanntheit und Interesse der Deutschen abgefragt. Das Ergebnis ist vielversprechend für Clubhouse. Wenn es nach Google geht, wird Cookie-basiertes Targeting künftig von der Arbeit mit aggregierten Kohorten abgelöst, deren Mitglieder sich zwar durch gemeinsame Interessen auszeichnen, aber nicht mehr individuell erkennbar sind. Jetzt sollen Tests ergeben haben: Das System funktioniert fast so gut wie herkömmliche Kampagnen auf Cookie-Basis. Martin Baron, Chefredakteur der Washington Post, zieht sich Ende Februar von der Spitze der renommierten Tageszeitung zurück. Er habe fast 45 Jahre lang ohne Pause im Journalismus gearbeitet, schreibt der Pulitzer-Preisträger in einer öffentlichen Mitteilung. Im Alter von 66 Jahren sei es für ihn nun an der Zeit weiterzuziehen. Baron war seit Dezember 2012 Chefredakteur der Washington Post. Die Fusion von Fiat Chrysler und PSA zu Stellantis hat das Potenzial, die Automobilbranche nachhaltig zu verändern, finden Linda Marquardt und Claudia Masuch von Interbrand. In ihrem Gastbeitrag bei HORIZONT Online erklären die beiden Managerinnen, wie die Marken der neuen Stellantis-Gruppe diese Chance nutzen können und worauf es bei der Markenführung jetzt ankommt. Der Alltag der Menschen wird immer digitaler. Die Corona-Krise hat diese Erkenntnis nur weiter bestärkt. Laut dem "Consumer Security Mindset Report" von McAfee haben viele Deutsche einen Großteil ihrer Aktivitäten und sozialen Interaktionen in die digitale Welt verlegt - und das soll auch nach der Pandemie so bleiben. Aber: Jeder Dritte fühlt sich auch machtlos gegenüber Cyber-Kriminellen.
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