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Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Harter Lockdown: Wer jetzt seine Geschenke nicht beisammen hat, für den wird es möglicherweise eng. Weihnachten 2020 könnte als das Fest der Gutscheine in die Geschichte eingehen. Wobei der Kreis der Familie dieses Jahr sowieso kleiner sein wird: Bereits im November gaben laut GfK 81 Prozent der Menschen an, Weihnachten zu Hause zu bleiben. Hier kommen unsere Top-Branchennews am Morgen.
Die EU Kommission hat am Dienstagabend ihre Vorschläge zum Digital Services Act (DSA) und Digital Markets Act (DMA) präsentiert, die die Pflichten und Grenzen von Plattformbetreibern im Hinblick auf Inhalte und Wettbewerb neu regeln sollen. Ein Verbot personalisierter Werbung, wie es ein Vorschlag aus dem Parlament der Europäischen Union vorgesehen hatte, wird wohl nicht kommen. Im November haben Unternehmen in Deutschland laut Nielsen rund 3,98 Milliarden Euro brutto in Werbung investiert. Damit befand sich der Brutto-Werbemarkt auf demselben Niveau wie im Vorjahr. Der November ist damit der erste Monat seit Februar, in dem Nielsen kein Minus gegenüber dem Vorjahr ausweist. Unter den Top-Werbespendern gab es dabei leichte Verschiebungen. Bei den zahlreichen Weihnachtskampagnen stellt sich Jahr für Jahr vor allem eine Frage: Welche Marke schafft es am besten, den Zauber von Weihnachten einzufangen und die Konsumenten wirklich zu berühren? Gerade im Corona-Jahr 2020 ist das für Werbungtreibende eine besonders große Herausforderung. Unruly hat zu diesem Zweck in mehreren Erhebungswellen über 100 Weihnachtsspots aus aller Welt untersucht. Axel Springer übernimmt die Mehrheit bei dem Digital-Out-of-Home-Spezialisten Framen. Das Start-up hat eine Plattform entwickelt, um Werbung auf digitalen Bildschirmen auszuspielen. Springer kann mit der Beteiligung nicht nur sein Vermarktungsportfolio um Out-of-Home ergänzen, sondern über das Netzwerk von Framen auch sein Bundesliga-Rechtepaket auswerten. Pro Sieben Sat 1 wird weiterhin vorrangig auf Werbefinanzierung setzen. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung sagte Vorstandssprecher Rainer Beaujean, dass er nicht an einen Siegeszug der Streaming-Abos glaube, der Markt werde sich wieder zum Vorteil des werbefinanzierten Fernsehens verändern. Die dänische Marktforschungsfirma Audience Project sieht das anders: Eine aktuelle Umfrage zeige, dass im Jahr 2025 nur noch 52 Prozent der deutschen Verbraucher klassisches Fernsehen nutzen werden, 2018 waren es noch 83 Prozent. Prinz Harry, 36, und Herzogin Meghan, 39, produzieren künftig Podcasts. Eine neu gegründete Produktionsfirma des Paares geht eine mehrjährige Partnerschaft mit Spotify ein, wie der Audio-Streamingdienst am Dienstag mitteilte. Bereits vor dem neuen Jahr soll es losgehen mit einer Feiertags-Spezialfolge, 2021 wird dann mit einer ersten kompletten Staffel gerechnet. Im Kampf um Reichweite und Relevanz mit anderen sozialen Netzwerken wie TikTok setzt Facebook mit einer weiteren neuen App jetzt verstärkt auf Video-Inhalte. Collab erinnert dabei vom Look her stark an die beliebte chinesische Kurzvideo-Plattform, das Konzept weicht jedoch etwas ab. Cookie-Consent-PopUps nerven die Verbraucher. Daran wird sich wohl auch nichts ändern. Doch wissen die Internetnutzer überhaupt, worum genau es dabei geht? Dass etwa Content nur dann kostenlos sein kann, wenn personalisierte Werbung möglich und folglich Cookies akzeptiert werden? Kasper Skou glaubt das nicht. In seinem Gastbeitrag macht der Gründer und Geschäftsführer von Semasio einen ganz konkreten Vorschlag, wie das Problem gelöst werden könnte.
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