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Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Stefan Piel, © Stefan Piel
Guten Morgen aus Frankfurt. Die Frage, ob Online-Händler ihren Kunden zusätzliche Gebühren für die Zahlung per Paypal oder Sofortüberweisung abverlangen dürfen, beschäftigt heute den Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. Das Verfahren betrifft unter anderem Flixbus, das von der Wettbewerbszentrale verklagt wurde. Ein großes Gerichtsverfahren nimmt auch in den USA seinen Lauf. Was sonst noch wichtig ist, lesen Sie in unseren Top-Branchennews am Donnerstagmorgen.



Das US-Unternehmen Coca-Cola überarbeitet sein Agenturmodell und wirft damit einen 2,5 Milliarden US-Dollar schweren Etat für Media-Planung und Media-Einkauf in den Ring. Grund für die Ausschreibung seien strukturelle Optimierungen und Einsparprozesse, wie ein Sprecher des Getränke-Konzerns mitteilte. Die US-Regierung sieht in den Übernahmen von WhatsApp und Instagram durch Facebook Wettbewerbsverstöße und zieht, wie erwartet, gemeinsam mit 48 Bundesstaaten vor Gericht. Facebook-Chef Mark Zuckerberg rechnet mit einem jahrelangen Verfahren. Die Otto Group bekommt Verstärkung beim Thema Strategie. Anfang März 2021 heuert Christoph Schulte bei dem Hamburger Dienstleistungskonzern an. Als Group Vice President Corporate Strategy and Development tritt er in die Fußstapfen von Max von der Planitz, der die Otto Group Ende August verlassen hatte. Schulte, der von Amazon zu Otto wechselt, berichtet künftig direkt an Vorstandschef Alexander Birken. Der in diesem Jahr stark gewachsene Streaming-Trend wird auch die Werbeinvestitionen des kommenden Jahres prägen und dafür sorgen, dass Connected TV (CTV) linearem Fernsehen weiter den Rang abläuft. Das ergab eine Befragung von mehr als 200 Mediaexperten in den USA durch Integral Ad Science (IAS). In Bezug auf Programmatic und Social Media haben die Experten gewisse Vorbehalte. Im Corona-Jahr wird der Umsatz der Luxusgüterindustrie weltweit voraussichtlich um 23 Prozent zurückgehen. Besonders hart trifft es hochpreisige Modemarken und Edeluhrenhersteller. Der Markt muss sich veränderten Kaufgewohnheiten und Kundenansprüchen anpassen, um die Verluste aufzufangen. Doch die Erholung könnte dauern. Im E-Sports ist Pringles schon seit Jahren präsent, nun geht die Marke aus dem Hause Kellogg’s den nächsten großen Schritt im Gaming-Kontext: Pringles wird Sponsor eines Fortnite-Turniers, das von dem Hardware-Hersteller Razer ausgetragen und live auf Twitch gestreamt wird. Werbepartnern winkt dort eine Millionen-Reichweite. Geraten Klimaschutz und Nachhaltigkeit durch Corona in Vergessenheit? Ganz im Gegenteil, glaubt die Umweltökonomin und Agenturchefin Meike Gebhard. Warum die Krise eine Chance ist, erklärt sie beim Jahresauftakt-Event HORIZONT RESTART 2021. Weihnachtsgeschenke dürften in diesem Jahr vor allem online gekauft werden. Der größte Profiteur steht bereits fest - Amazon. Aus Sicht von Tarané Yuson ist das ein Problem. Denn lokale Brands fallen so oft unter den (Gaben)-Tisch. Warum es sich für Agenturen lohnt, deutschen Marken mehr Aufmerksamkeit zu widmen, erklärt die Chefin der Beauty- und Lifestyle-Agentur YeS Ideas in ihrem Gastbeitrag.
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