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Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen aus Frankfurt! In den USA nimmt der Präsidentschaftswahlkampf langsam Fahrt auf – werbetechnisch gesehen. Joe Biden hat jetzt angekündigt, 280 Millionen Dollar in seine Kamapgne zu investieren, wovon 60 Millionen in digitale Werbung fließen sollen. Donald Trumps geplante Werbeausgaben belaufen sich auf 145 Millionen Dollar und sind auf wenige Bundesstaaten beschränkt, wohingegen Biden in 15 Staaten Flagge zeigen will, darunter auch in republikanisch dominierten, in denen die Demokraten seit Jahrzehnten nicht ernsthaft konkurriert haben. Und hier weitere Branchennews von heute Morgen.
Wegen Sicherheits- und Datenschutzbedenken erwägt das Bundesgesundheitsministerium einen Rückzug von der Video-App TikTok. "Wir prüfen derzeit umfassend, ob wir Tiktok weiter nutzen", zitiert die Wirtschaftswoche eine Sprecherin des Ministeriums. Auch die saarländische Landesregierung beobachtet die zum chinesischen Konzern Bytedance gehörende Firma sehr genau. Unterdessen plant Tiktok große Investitionen in Europa. Wenn man mit Katja Brandt spricht, kann einem schon mal der Kopf schwirren. Der Ehrgeiz der Mindshare-Chefin, in den wichtigen Trend-Disziplinen eine Vorreiter-Rolle zu spielen, ist unverkennbar: Automatisierung, Big Data und New Work lauten die großen Themen. Im Interview mit HORIZONT Online spricht Brandt aber auch darüber, wie wichtig es ist, dass die Mitarbeiter sich wieder häufiger persönlich sehen. T-Mobile US, die US-Tochter des Bonner Telekom-Konzerns, hat ihr Geschäft dank der Übernahme des kleineren Rivalen Sprint im zweiten Quartal kräftig ausgebaut. Unterdessen muss der weltgrößte Fahrdienstvermittler Uber den Folgen den Corona-Pandemie Tribut zollen und einen weiteren hohen Verlust bilanzieren. Der Südwestrundfunk (SWR) ist mit Thomas Gottschalk "über verschiedene Formate im Gespräch". Das teilte eine SWR-Sprecherin auf Anfrage der dpa mit. "Konkretes gibt es aber noch nicht", betonte der Sender in Stuttgart zugleich. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet, die ARD wolle den 70-Jährigen für ein Comeback gewinnen. Er sei für ein "Show- und Talkformat" im Gespräch. Gerade TikTok hat während des Lockdowns einen großen Zuwachs erlebt, der das Medium zu einer neuen interessanten Spielbühne für Influencer und damit auch für Werbungtreibende gemacht hat. Mithilfe einer eigenen Technologie hat die Agentur Intermate rund um Engagement Rates, Fake Follower und Nutzerverhalten einen Datenreport erstellt, der aufzeigen soll, wie Influencer Marketing funktioniert – und was Tiktok von Instagram unterscheidet. Wenn Publisher Cookies setzen wollen, brauchen sie die aktive Einwilligung der Nutzer - das hat der Bundesgerichtshof entschieden. Cookies dürfen nur noch dann eingesetzt werden, wenn sie "unbedingt erforderlich" sind. Aber was genau ist "unbedingt erforderlich"? Weiter unklar bleibt auch die Frage, wie man die Einwilligung rechtskonform einholt. Während Marketing Tech in den USA und UK bereits schon fest zum Repertoire eines CMOs gehört, spielt das Thema hierzulande immer noch in der Nische. Und: Zwei Drittel der CMOs befinden sich bei Marketing Tech in einem Zustand der "hilflosen Verzweiflung" – das ist eine der zentralen Aussagen im aktuellen Marketing Tech Monitor Deutschland 2020. In Zeiten wegbrechender Umsätze werden nur allzu gern Budgets gestrichen und Investitionen aufgeschoben – auch jene in Technologie. Aus Sicht von Amaryllis Liampoti ist das allerdings ein fataler Fehler. In ihrem Gastbeitrag erklärt die Partnerin und Growth Directorin bei Boston Consulting Digital Ventures, wie CMOs den technologischen Wandel angehen müssen.
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