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Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen aus Frankfurt. Die Weltwirtschaft befindet sich durch die Corona-Pandemie in einer tiefen Krise. Sowohl in Deutschland als auch in den USA sollen am heutigen Donnerstag vorläufige Bilanzen der aktuellen wirtschaftlichen Lage bekannt gegeben werden. Volkswirte hierzulande gehen davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Zeitraum April bis Juni gegenüber dem Vorquartal um etwa 9 Prozent geschrumpft ist. Auch für die US-Wirtschaft ist mit dramatischen Verlusten zu rechnen, die Regierung will dort heute eine erste Schätzung zum Wachstum im zweiten Vierteljahr veröffentlichen. Hier kommen die wichtigsten Branchennews am Donnerstagmorgen.
Bei einer virtuellen Anhörung im US-Kongress am gestrigen Mittwoch haben die Vorstandschefs der vier Tech-Konzerne Apple, Amazon, Facebook und Google sich gegen Wettbewerbsvorwürfe gewehrt. Abgeordnete der Demokraten beanstandeten im Rahmen der Video-Konferenz unfairen Wettbewerb, Republikaner warfen den Unternehmen von Tim Cook, Jeff Bezos, Mark Zuckerberg und Sundar Pichai eine Unterdrückung konservativer Ansichten vor. Paypal zählt aktuell eindeutig zu den Profiteuren der Krise. Die Quartalszahlen beim Online-Bezahldienst liegen deutlich über den Markterwartungen und stellen ein klares Umsatzwachstum für das Gesamtgeschäftsjahr in Aussicht. Der Nettogewinn für das zweite Quartal beträgt im Vergleich zum Vorjahr ganze 86 Prozent. Nach Publicis und Omnicom hat nun auch die Werbeholding Interpublic ihre Zahlen für das 2. Quartal und das 1. Halbjahr 2020 veröffentlicht. Diese fallen erwartungsgemäß nicht gut aus. Für die ersten sechs Monate des Jahres ergibt sich ein Minus von 5 Prozent auf 3,83 Milliarden Dollar. Wie viel Substanz und Konsequenz steckt eigentlich hinter der diffusen Datenskepsis der deutschen Verbraucher? Offenbar nicht sonderlich viel. Die Studie Digital Society Index (DSI) von Dentsu Aegis Network zeigt jedenfalls, dass den kritischen Worten nur selten Taten folgen. Seit 2014 können Verlage ihre Bezahl-Websites von der IVW prüfen lassen – doch lange Jahre machte lediglich Paid-Content-Pionier Axel Springer mit. Nun kommt Zug ins Zahlenwerk, prominente Neuzugänge melden sich an. Warum erwacht die Paid-Content-Statistik (erst) jetzt aus ihrem Tiefschlaf? Und wie geht es weiter beim Vermessen der digitalen Presseverkäufe? Bei der PR-Agentur Burson Cohn & Wolfe (BCW) gibt es Veränderungen im Management. Der bisherige Deutschland-CEO Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach wechselt auf Europaebene und übernimmt eine neue geschaffene Funktion als Head of Creativity Europe & Africa. Während das Robert-Koch-Institut derzeit eine zweite Corona-Infektionswelle befürchtet, bleiben die Deutschen positiv gestimmt und in Konsumlaune. Das ist das Ergebnis der 14. Welle des Pilot Radars. Demnach sinkt bei vielen Menschen das Stresslevel, während der Wunsch nach sozialer Nähe und Restaurant-Besuchen steigt. Wenn Facebook, Google oder Instagram den Algorithmus ändern, dann geht ein Aufschrei durch die Branche. Tipps zur Vermeidung von Reichweitenverlusten haben Hochkunjunktur. Doch was steckt eigentlich hinter den Plattform-Algorithmen? Und wie können Creator und Marken Fehler vermeiden? Torben Platzer gibt Antworten.
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