HORIZONT Vor 9

Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

   Artikel anhören
© Pixabay
Guten Morgen aus Frankfurt. Dumm gelaufen: Die Journalisten, die von der Pressekonferenz berichteten, in der Brasiliens Staatspräsident Jair Bolsonaro seine Corona-Infektion öffentlich machte, müssen in Quarantäne. Wie Reuters berichtet, hatten mehrere Pressevertreter Bolsonaro Mikrofone entgegengestreckt und dabei nicht den vorgeschriebenen Mindestabstand eingehalten. Zudem nahm der Präsident am Ende der Pressekonferenz kurz seine Mund-Nasen-Schutzmaske ab. Kann man besser machen. Hier kommen die wichtigsten Branchennews am Donnerstagmorgen.
Überraschende Neuigkeiten aus der Berliner Kreativszene: Veit Moeller hat als Kreativchef bei Anomaly angeheuert. Der hochdekorierte Kreative kommt von Antoni. Mit seinem Abgang bei der Mercedes-Agentur ist das berühmt-berüchtigte "MTV"-Trio Geschichte. Lange galten Moeller und seine Partner Marcell Francke und Tilman Gossner als kommende Führungsgeneration von Antoni. Bei Serviceplan gibt es in diesen Tagen Licht und Schatten. Wie vorige Woche bekannt wurde, übernimmt die Gruppe die niederländische Agentur Mediaxplain und startet ein rund 100 Mitarbeiter starkes Haus der Kommunikation in Amsterdam. Es gibt aber auch weniger erfreuliche Nachrichten: Die Agenturmarke Saint Elmo’s verschwindet vom Berliner Markt. Der ZDF-Fernsehrat drängt darauf, die Qualität des TV-Programms trotz der Ausfälle durch die Corona-Krise aufrechtzuerhalten. "Das sehen wir als Fernsehrat auch mit einem großen Interesse, dass das Programm nicht schlechter, sondern möglicherweise sogar besser wird", sagte die Vorsitzende Marlehn Thieme der dpa. Gerade weil große Sportevents wegfallen, müsse noch mehr kreatives Programm entstehen. Was ist wahr, was ist falsch in Zeiten von Corona und einer komplexen weltpolitischen Lage - und wie sehr vertrauen die Bundesbürger den sozialen Netzwerken dabei, gerade im Vergleich zu Zeitungen? Eine Score-Studie liefert dazu spannende Zahlen. Ebenso zur Frage, welche Medien die Menschen am meisten vermissen würden und wo Werbung wirkt. Haltung zu zeigen hat Patagonia im Blut. Deshalb gehörte die auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Outdoor-Marke zu den ersten Unternehmen, die sich dem Facebook-Werbeboykott anschlossen. Im Interview mit HORIZONT Online erklärt Europa-Marketingchef Alex Weller, warum er fest davon überzeugt ist, dass sein Unternehmen damit das Richtige tut. Kürzlich feierte der Marketing for Future Award seine Premiere. Jan Pechmann, Managing Partner bei Diffferent, will mit dem Preis die Branche als Ganzes nachhaltiger machen. Marketer seien bisher Teil des Problems gewesen, doch sie könnten beim Kampf gegen den Klimawandel auch Teil der Lösung werden, so Pechmann im Interview mit HORIZONT Online. Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Unternehmen besetzen das Thema bislang jedoch vielfach vor allem aus Imagegründen. Mittlerweile ist Nachhaltigkeit allerdings ein gewichtiges Kaufargument, mit dem sich der Umsatz ankurbeln lässt. Das zeigt eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Capgemini. Angesichts schrumpfender Umsätze haben während der Corona-Krise viele Unternehmen ihr Werbebudget zusammengestrichen. Inzwischen ist Deutschland im Restart-Modus. Für Werbungtreibende und Markenartikler heißt das: Sie müssen eine Strategie finden, um ihrer Marke wieder mehr Durchschlagskraft zu verleihen. HORIZONT gibt dabei Hilfestellung - mit einem Digital Talk am 16. Juli.
Bitte loggen Sie sich hier ein, damit Sie Artikel kommentieren können. Oder registrieren Sie sich kostenlos für H+.
stats