HORIZONT Vor 9

Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen aus Frankfurt! Als Chef des Musiksenders Viva hat Dieter Gorny in den 90er Jahren Diversität zu einem ganz normalen Teil des  Fernsehens gemacht. Die Haltung lautete: interessante, spannende, talentierte junge Leute finden. Und Raum für Innovationen geben. Im Interview mit der Süddeutschen Zeitung fasst er zusammen, woran das Mainstream-Fernsehen krankt: Es produziere für eine Gesellschaftsstruktur, die es so eigentlich immer weniger gibt. Nicht nur die GenZ weiß, wovon Gorny spricht. Hier unsere Branchennews von heute Morgen.
Der Bundestag hat die Werbung für das Rauchen in Deutschland weiter eingeschränkt. Ab dem kommenden Jahr ist in bestimmten Fällen Kinowerbung fürs Rauchen untersagt, ab 2022 gilt ein Werbeverbot auf Außenflächen. Auch das Verteilen von Gratis-Proben ist dann außerhalb von Fachgeschäften nicht mehr erlaubt. Handelsblatt-Chefredakteur Sven Afhüppe kündigt es im eigenen Blatt stolz an – die Wirtschaftszeitung erscheint ab kommender Woche in veränderter Aufmachung. Doch das ist noch nicht alles: Themenschwerpunkte werden neu gesetzt, der Newsletter „Morning Briefing“ renoviert und eine neue Werbekampagne gestartet. Das Marktforschungsunternehmen Emarketer schätzt, dass Google im amerikanischen Heimatmarkt 2020 ein Minus von 5,3 Prozent bei den Netto-Werbeumsätzen hinnehmen muss. Vor allem die für Google wichtigen Budgets aus der Tourismusbranche sind weggebrochen, aber auch E-Commerce-bezogene Werbung. Jerry Dischler, neuer Anzeigenchef bei Google, kündigt im HORIZONT-Interview an, dass der Konzern vor allem das Geschäft mit kleinen und mittleren Unternehmen stützen will. Der erste Übernahmeversuch Springers scheiterte im Jahr 2017. Glaubt man Kai-Hinrich Renner, dann könnte jetzt ein weiterer folgen. Der Medienjournalist schreibt in der Berliner Zeitung, dass Springer an dem defizitären Sender Sport 1 interessiert sei. Der Sportsender will davon allerdings nichts wissen. Upday, die News-App von Axel Springer für Samsung-Geräte, ist laut Upday-CEO Peter Würtenberger für 90 Prozent der Upday-Nutzer eine der  Hauptinformationsquellen zur Corona-Pandemie, für mehr als die Hälfte sogar die wichtigste. Die Zahl der Daily Active User habe in der Spitze bei 11 Millionen gelegen – Upday ist weiter auf Wachstumskurs. Für das 1. Halbjahr verkündet CEO Peter Würtenberger ein Umsatzplus von 30 Prozent. Jetzt wird eine Expansion von Upday auch jenseits der europäischen Grenzen angedacht. Beiträge von Tageszeitungen gehören in der Corona-Krise zu den wichtigsten Quellen, auf die in Twitter verlinkt wird. Das zeigt die Analyse von 470.720 Tweets, die von der Zeitungsmarktforschung Gesellschaft (ZMG) durchgeführt wurde. Der stellvertretende Forschungsleiter der ZMG Thomas Halamuda und Data Engineer Johannes Göpel beschreiben, wie Big Data genutzt wurde, um das Informationsverhalten während der Krise besser zu verstehen. 2019 startete Facebook in Deutschland die erste Runde seines "Reader Revenue Accelerator Pogramms". 14 regionale Verlage, darunter die Funke Mediengruppe, die Rheinische Post, Ippen Digital und die Mediengruppe Main-Post lernten während des dreimonatigen Programms in Workshops, wie man digitale Lesergruppen und digitale Bezahlmodelle entwickelt sowie die eigene Medienmarke im Internet profiliert. In der Coronakrise sind die gewonnenen Erkenntnisse bereits in diverse neue Produkte eingeflossen. Beweglichkeit ist für das Geschäft der Sport- und Outdoor-Industrie das Maß aller Dinge, zeigte sich bei den ISPO Re.Start Days. Vertreter von Hersteller- und Händlerseite, von Sportanbietern und Destinationen sowie von Verbänden und Vereinen legten dar, wie agil sie insbesondere in punkto Digitalisierung mit den Coronafolgen umgehen. Die erfolgsverwöhnte Branche profitiert jetzt von der steigenden Nachfrage nach Naturerlebnis. Das Thema Nachhaltigkeit rückt noch stärker in den Fokus.
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