HORIZONT Vor 9

Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen aus Frankfurt! Das Konjunkturpaket der Bundesregierung ist das alles beherrschende Thema heute Morgen: faz.net belässt es bei einem nüchternen "umfassend", "historisch" nennt es hingegen welt.de, "Milliarden, die Hoffnung machen" titelt Zeit Online, Spiegel und Süddeutsche greifen den "Wumms" auf, mit dem Finanzminister Scholz die Maßnahmen zur Krisenbewältigung griffig gemacht hat. Ganz überwiegend wird das Programm gelobt. Gute Nachrichten also, die Zuversicht verbreiten. Und nun zu den Top-Branchenmeldungen des Tages!
Nachdem das Telekommunikationsunternehmen Vodafone und die Agenturgruppe Antoni bereits erste gemeinsame Projekte realisiert haben, wird jetzt eine feste Zusammenarbeit daraus – in einem bei Antoni üblichen maßgeschneiderten Modell. Die Einheit, die die Agentur für den Kunden aufbaut, trägt den Namen Giga. Das neue Team wird Teil des Agenturpools von Vodafone, tritt also an die Seite von unter anderem Jung von Matt. Die ZAW-Bilanz zum Gesamtwerbemarkt 2019 sollte man sich aus zwei Gründen aufmerksam durchlesen. Erstens: Der Gesamtverband der deutschen Werbewirtschaft hat für die Berechnung der Werbeumsätze in Deutschland eine neue Nettosystematik angewandt – mit Folgen für die Größe des Online-Segments. Zweitens: Es dürfte vorerst die letzte ZAW-Bilanz gewesen sein, die eine Wachstumsgeschichte erzählt. Mit Ulrike Zeitlinger-Haake verlässt einmal mehr eine weibliche Führungskraft die Redaktion von Axel Springers Boulevardblatt Bild. Nikolaus Blome hat nun endlich einen Nachfolger. Und Marion Horn gab im Zuge der Fusion mit Bild im November 2019 zwar die Chefredaktion von Bild am Sonntag ab. Dafür steigt nun ein Familienmitglied in die Chefredaktion auf. Fast ein Drittel der aktuellen Weltbevölkerung ist mindestens auf einem der zum Facebook-Konzern gehörenden sozialen Netzwerke Facebook, WhatsApp oder Instagram vertreten. Eine aktuelle Untersuchung aus Deutschland zeigt nun, welche soziodemographischen und charakterlichen Merkmale die User im Schnitt am häufigsten aufweisen. Peter Wiegelmann, Geschäftsführer von Interrogare, sieht sein Unternehmen trotz Krise auf einem guten Weg und ist vom Engagement seiner Mitarbeiter begeistert. Für die Branche sieht er vor allem Veränderung bei den Playern. Er glaubt: Nicht jedes Marktforschungs-Institut wird überleben. Das Verhältnis der Deutschen zum Datenschutz ist bekanntlich ein ganz spezielles. Das bestätigen auch die Ergebnisse der aktuellen "Consumer Privacy Survey" von Integral Ad Science (IAS): Zwei Drittel der Befragten waren der Meinung, dass Unternehmen zu viele Daten über sie sammeln. Dafür wünscht sich jeder Zweite Contextual Targeting. Während des Corona-Lockdowns hat TikTok die Marke von zwei Milliarden App-Downloads geknackt. Unternehmen und Marken, deren Zielgruppe Millennials und die Generation Z sind, sollten die Social-Video-Plattform jetzt in ihren Marketing-Plan aufnehmen. Eine Analyse des Freelancer-Netzwerks Fiverr bestätigt den Trend. Im Osten der Zeit voraus? Das Onlinenutzerverhalten der Europäer nähert sich dem der Chinesen an, sagt Fabian von Heimburg, der dort seit sechs Jahren den Werbetracking-Dienstleister Hotnest betreibt. Nun expandiert er nach Europa. Um sich digital nicht ganz abhängig zu machen von den USA und vom aufstrebenden China, müsse der „alte“ Kontinent mehr „Trial and Error“-Mentalität entwickeln, sagt der 31-Jährige im HORIZONT-Interview. Und scheut sich nicht vor bemerkenswerten politischen Botschaften.
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