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Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen aus Frankfurt! Nach 65 Tagen Corona-Pause rollt ab morgen der Ball wieder in der Fußball-Bundesliga. Es war die längste nicht winterbedingte Liga-Pause. Die Entscheidung, die restlichen Saisonspiele ohne Zuschauer stattfinden zu lassen, bringt Änderungen mit sich, die für viele gewöhnungsbedürftig sind. So hat Augsburgs Trainer Heiko Herrlich Zahnpasta und Hautcreme eingekauft – und damit die Corona-Quarantäne des DFL durchbrochen. Er wird am Samstag nicht auf der Bank sitzen. Hier sind unsere wichtigsten News von heute Morgen.

Während bei SAP und der Telekom-Tochter T-Systems die Projektteams noch am Code der Tracing-App der Bundesregierung arbeiten, hat das Bundespresseamt seine Hausagentur "Zum Goldenen Hirschen" mit dem Design und einer Kampagne beauftragt. Der Spiegel berichtet, Slogans wie "Unsere App-traktion des Jahres" sollen die Bürger animieren, sie freiwillig herunterzuladen.  Eigentlich hatte Philipp Westermeyer zur großen OMR-Sause nach Hamburg eingeladen. Dann kam Corona. Und der OMR-Gründer musste überlegen: Was nun? In "Volker fragt" verrät Westermeyer, warum er nach wie vor an große Events glaubt, warum Matthias Döpfner sein Vorbild ist – und was das alles mit Podcasts zu tun hat.  In der gestrigen Hauptversammlung der BMW AG wurde Anke Schäferkordt für eine Mandatslaufzeit von fünf Jahren in den Aufsichtsrat gewählt. Die 57-Jährige sitzt außerdem in Kontrollgremien von BASF, der Agenturgruppe Serviceplan sowie des Versandhändlers Wayfair. Schäferkordt war Ende 2018 nach 27 Jahre bei der Bertelsmann-Tochter RTL als CEO ausgeschieden.  Otto will im Retail-Media-Geschäft richtig Gas geben und mit dem neuen Otto Market sein Marktplatzgeschäft deutlich ausbauen. Gleichzeitig geht mit Otto Retail Media eine zentrale Unit für das Werbegeschäft an den Start. Deren Leiter Torsten Ahlers erklärt im Interview, welche Strategie dahintersteckt und mit welchen Angeboten er Werbekunden locken willDie Präsenz in sozialen Medien gehört für die meisten Marken mittlerweile zum kleinen Einmaleins ihrer Marketingkommunikation. Allerdings gibt es immer wieder Experten, die den Sinn und Zweck eigener Kanäle bei Facebook, Youtube, Instagram & Co. anzweifeln. Ein neuer Report des Marktforschungsunternehmens Forrester dürfte Wasser auf die Mühlen der Social-Media-Skeptiker sein.  Für Marken kann es dieser Tage zum Drahtseilakt werden, sich angesichts des alles beherrschenden Themas Corona werblich zu inszenieren. Werbungtreibende, die die Krise jedoch inhaltlich ignorieren, verschenken großes Potenzial in der Kundenansprache, so die Umfrageergebnisse der Integral Ad Science (IAS). Entscheidend sind Kontext und Ausrichtung der jeweiligen Kampagne.


Normalerweise würde sich Deutschlands Kreativszene jetzt in der ADC-Woche im Hamburger Kampnagel versammeln. Aber Corona hat unsere Normalität auf den Kopf gestellt. Deshalb findet das ADC-Festival erstmals rein virtuell statt. Gestern war der ADC-Kongress, heute folgt die Preisverleihung. Es ist in dieser Saison nicht der erste Kreativwettbewerb, der online zelebriert wird. Dabei stellt sich die Frage: Sind Kreativ-Awards in Zeiten von Corona überhaupt nötig?  Abenteuer und Beständigkeit, Gemeinschaft und Autonomie, hedonistischen Genuss und einen tiefen Sinn – was davon hat nach Corona noch Bestand? Andreas Rauscher und Thomas Ebenfeld von der inhabergeführten Markenagentur BSS Brand Communication sind überzeugt: Die Ambivalenzen werden zunehmen und die Wertewelten sich verschieben. Was bedeutet das für Marken und Marketing? 


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