HORIZONT Vor 9

Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen aus Frankfurt! Krisen sind immer auch Zeiten, in denen sich die Stärken und Schwächen der Kommunikation zeigen. Bereits in seinem Bericht zur Risikoanalyse 2012 betonte das Robert-Koch-Institut, wie wichtig es sei, dass Behörden mit den Bürgern „auf Augenhöhe“ kommunizieren. Theo Sommer sieht da in Deutschland Luft nach oben – und präsentiert in der Zeit ein Konzept aus den USA, das konkrete Perspektiven aufzeigt. Vorbildlich! Ausblicke und Ansichten prägen auch unsere weiteren Top-Meldungen vor 9.

Als erster großer Technologie-Konzern hat IBM Quartalszahlen in der Coronavirus-Krise vorgelegt. Fazit: Die Kunden halten zunächst einmal ihr Geld zusammen. Doch die Pandemie könnte auch den digitalen Wandel beschleunigen – und davon will IBM profitieren.
Sie war die erste Frau an der Spitze eines Dax-Unternehmens – nun verlässt Jennifer Morgan den Softwarekonzern SAP mitten in der Coronakrise. Das Timing für die Personalie, inmitten der Verwerfungen durch die Corona-Pandemie, überrascht. Morgans bisheriger Co-CEO und Vorstandsmitglied Christian Klein wird das Unternehmen künftig alleine führen. Eigentlich war der Brutto-Werbemarkt mit Wachstumsraten von 3,2 Prozent (Januar) und 3,0 Prozent (Februar) sehr ordentlich ins Jahr 2020 gestartet. Doch dann kam Corona. Nielsen bestätigt nun, was zu befürchten war – nämlich eine deutliche Abkühlung der Werbekonjunktur im März. HORIZONT Online zeigt, wie hart die Mediengattungen betroffen sind – und wie sich die Ausgaben der Top 20 Spender entwickelt haben.
Viele Menschen sind zunehmend in Sorge über die wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns, parallel sinkt das Zusammengehörigkeitsgefühl der Deutschen. Welche Auswirkungen das auf die Zustimmung zu Werbung hat, die den Zusammenhalt der Menschen und den Beitrag von Marken in der Krise betont, hat die Mediaagentur Pilot untersuchen lassen. Die Ergebnisse sind Teil der jüngsten Befragungswelle der Studienreihe "Markenkommunikation in Zeiten von Corona". Storymachine beschäftigt den Deutschen Rat für Public Relations (DRPR). Das Organ der freiwilligen Selbstkontrolle untersucht, ob die Agentur von Kai Diekmann, seiner Frau Katja Kessler, Philipp Jessen und Michael Mronz beim "Heinsberg-Protokoll" gegen die Verhaltens- und Ethik-Kodizes der PR-Branche verstoßen hat. Ratsmitglied Uwe Kohrs, Chef der Frankfurter Agentur Impact und Chairman der Gesellschaft Public Relations Agenturen, erklärt, warum der DRPR zuständg ist. Bloß nichts falsch machen – so scheint die Gefühlslage vieler Marketing-Entscheider in Zeiten von Corona zu sein. Was letztlich dazu führt, dass im Zweifel gar nicht geworben und der Werbeetat einfach eingespart wird. Michael Brandtner hält das für grundfalsch. In seiner Talking-Heads-Kolumne erklärt der Markenstratege, warum selbst grobe Fehltritte schnell vergessen werden und warum Unternehmen gerade in Krisen-Zeiten wie diesen kommunikativ aus allen Rohren feuern sollten. Um wirklich herauszufinden, wie verbreitet das Virus in unserer Gesellschaft ist, braucht es eine valide, empirische Erhebung. Doch in Deutschland fehlt es an seriöser empirischer Forschung, daran ändert auch die professionell vermarktete Heinsberg-Studie nichts. Menno Smid von Infas und Prof. Rainer Schnell von der Universität Duisburg-Essen kritisieren die Fixierung auf die Zahl der Infizierten. Was bis vor kurzem noch der Traum einiger Follower war, ist mittlerweile Realität. Live-Shopping bringt Influencer und Community noch näher zusammen. Der Hype aus Asien hat das Potential zum ganz großen Trend in Europa. Was den Reiz der neuen Content-Form ausmacht und wie das alles Social Commerce auf die nächste Stufe hebt, erklärt Jörn Mecher, Co-Founder und Managing Director von Intermate, in seinem Gastbeitrag für HORIZONT Online.

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