HORIZONT Vor 9

Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen aus Frankfurt! Heute beginnt die 5. Woche des Lockdowns und die erste Woche, in der wir uns an das neue Normal gewöhnen – vor allem im Handel werden einige Einschränkungen gelockert. Die Details hängen von Branche und Bundesland ab. In den ersten Ländern geht nun für die Abschlussklassen die Schule wieder los. Die strikten Kontakt- und Abstandsregeln gelten jedoch weiter, wir werden diese auf unabsehbare Zeit beibehalten müssen. Wie gewohnt heute wieder unsere wichtigsten Branchenmeldungen vor 9. Starten Sie gut in die Woche!

Ein Star-besetztes Dankeschön für die Helfer an vorderster Front der Corona-Krise: das virtuelle Konzert “One World: Together at Home” brachte in der Nacht auf Sonntag Künstler wie Elton John, Taylor Swift und Lady Gaga zusammen. Dem Publikum im www brachte das besondere Konzert auch die herrliche voyeuristische Möglichkeit, einen Blick in die Villen der Superstars werfen zu können. Entsprechend hoch war auch die Reichweite.  Corona hat die Modeindustrie im Würgegriff. In "Volker fragt" erzählt About You-Gründer und CEO Tarek Müller, warum der Online-Händler Schutzmasken zum Selbstkostenpreis produziert, warum das Unternehmen auch in der Krise wächst – und sich trotzdem nicht als Krisengewinner sieht. Videospiele werden in der Pandemie immer beliebter. Nach einem Bericht der New York Times führt Facebook heute eine Gaming-App ein, die vor allem für das Erstellen und Ansehen von Live-Gameplay konzipiert ist. In diesem schnell wachsenden Online-Sektor tritt Facebook damit gegen Amazons Twitch, Googles YouTube und Microsofts Mixer-Dienste an. Auf Facebook sind laut NYT mehr als 700 Millionen der 2,5 Milliarden monatlichen Nutzer bereits mit Spielinhalten beschäftigt. Vor der Corona-Krise stellte BeWooden stylishe Accessoires aus Holz her. Jetzt produziert das Bad Vilbeler Start-up tausende Gesichtsmasken pro Woche. Co-Gründer Henrik Roth erklärt, wie dieser Wandel gelang – und ob BeWooden seine Produktpalette nun womöglich dauerhaft umbaut. Innerhalb kürzester Zeit hat sich die Werbung verändert. An die Stelle klassischer verkaufsorientierter Kommunikation sind Brand-Building-Kampagnen getreten, die Solidarität und Miteinander in den Vordergrund stellen. Wie Corona-Kampagnen bei den Zuschauern ankommen, hat Yougov in seinem Reel Werbecheck exklusiv für HORIZONT Online exemplarisch an Spots von Vodafone, Edeka, Otto, Schwäbisch Hall und Mercedes getestet. Im Vergleich zu Facebook, Instagram & Co. sind die Zahlen von TikTok noch übersichtlich, aber sie wachsen derart, dass TikTok spätestens im nächsten Jahr der große Renner sein könnte. Vor allem in der Generation Z erfreut sich die Plattform allergrößter Beliebtheit: Fast drei Viertel aller deutschen User sind zwischen 13 und 24 Jahre alt. Marken sollten darum unbedingt jetzt einsteigen, um den Anschluss an ihre Kunden nicht zu verlieren, schreibt Christian Schmidt, CCO bei Interlutions. Die aktuell gängigste These unter Branchenexperten lautet, dass Corona alles verändern wird. Arbeitsprozesse, Kaufverhalten, Marketing, Werbung – nichts wird mehr so sein wie früher. Ingo Marx, COO der Agenturgruppe Geometry aus dem WPP-Konzern, sieht das etwas anders. Vor allem in Bezug auf das Thema digitale Transformation. Die Süddeutsche Zeitung hat schon jetzt fast 150.000 DigitalabonnentInnen, so viele hatte sie bis Jahresende erreichen wollen. Die Zeit hat mehr Printabos verkauft als jemals in einem ersten Quartal. Aber spüren Journalisten und Redakteure von diesen Erfolgen etwas? Beide Publikationen schicken ihre Redaktionen in Kurzarbeit."Da passt was nicht zusammen", meint die TAZ.


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