HORIZONT Vor 9

Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen aus Frankfurt! Auch Journalisten sind systemrelevant, in Bayern und Baden-Württemberg sogar offiziell. Gerade die KollegInnen der regionalen Medien sind aktuell besonders gefordert. "Wir erleben derzeit eine Art Sternstunde für lokalen und regionalen Journalismus", unterstreicht Journalistik-Professor Klaus Meier in der Schwäbischen Zeitung. Medienhäuser verzeichnen deutlich höhere Reichweiten und Abo-Abschlüsse, es zeige sich einmal mehr, dass Zeitungen erfolgreich sind, wenn sie die Themen von den Menschen her behandeln. Die Krise und ihre Auswirkungen auf die Medien dominieren auch den heutigen Newsletter vor 9.

Nach Funke, der Zeitungsholding SWMH und dem Spiegel plant nun auch der Zeit Verlag aufgrund von Werbeeinbrüchen infolge der Corona-Wirtschaftskrise mit Kurzarbeit. Die Mediengruppe Klambt dagegen druckt dünnere Hefte und verschiebt Investitionen.
Corona und keine Ende. Und alle Menschen fragen sich: Gibt es einen "Back-to-normal"-Knopf? Bei der Otto Group ist man der festen Überzeugung:  Einen einfachen An-Knopf wird’s nicht geben. Im Video-Chat erläutert Kommunikationschef  Thomas Voigt die Strategie der Otto Group, die Veränderungen im E-Commerce – und warum Unternehmen Verantwortung tragen müssen. Die coronabedingte Vollbremsung des Werbemarktes schlägt offenbar direkt auf den Arbeitsmarkt durch. Dafür spricht jedenfalls eine Auswertung des Karriereportals Glassdoor. Demnach ist die Anzahl der Stellenanzeigen im März gegenüber Februar deutlich gesunken. Und zwar nicht nur in den von der Corona-Pandemie am stärksten betroffenen Branchen, sondern auch im Bereich Marketing, Werbung und Medien.
Anfang des Jahres sahen alle Prognosen den Hörfunk als Gewinner im Werbemarkt, so wie in den Jahren zuvor, als die Gattung beständig zulegen konnte. Doch die gute Stimmung ist verflogen, seit das Corona-Virus die Welt und unser Land fest im Griff hat. Der Einbruch der Werbeerlöse ist signifikant, jetzt wird bei den Provatsendern der Ruf nach staatlicher Hilfe laut. In den vergangenen Wochen wurden zahlreiche Kampagnen gestoppt, nicht nur aus Kostengründen, sondern auch weil die Tonalität in Krisenzeiten einfach nicht angemessen war. Mit der Frage, wie Marketing nach der Corona-Krise aussehen muss, hat sich Lars Kreyenhagen auseinandergesetzt. In seiner Talking-Heads-Kolumne fordert der Strategiechef der Brandingagentur Karl Anders, dass sich Markenführung künftig noch mehr mit der Gestaltung des guten Lebens auseinandersetzen sollte. Laut einer Analyse der Influencer-Agentur Intermate ging die Anzahl der Werbeposts in der Woche vom 9. bis zum 15. März um 39 Prozent zurück. Die Budgetzurückhaltung der Unternehmen könnte für zahlreiche kleine und große Stars der Social-Media-Welt zu einem echten Problem werden. Einige haben die Zeichen erkannt und unter Beweis gestellt, dass ihre Botschaften nach wie vor ankommen. In der New York Times beschreibt Seth Stephens-Davidowitz, wie mittels der Analyse von Suchanfragen bei Google bislang nicht bekannte Corona-Infektionsherde entdeckt werden können. Seine Analyse legt nahe, dass Ecuador solch ein Epizentrum ist – und dass schmerzende Augen ebenso zu den Symptomen zählen wie der Verlust des Geruchssinns. In der Corona-Krise ist eine Ware ganz besonders knapp: Positive Nachrichten, die Mut machen und uns ein Lächeln schenken. Während die Nachrichtenmedien derzeit nur düstere Szenarien zu bieten haben, gelingt es vielen Marken, mit ihrer Werbung für positive Momente zu sorgen. Wir haben die fünfzehn schönsten Kampagnen zusammengestellt.

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