HORIZONT Vor 9

Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

   Artikel anhören
© Pixabay
Guten Morgen! Seit Aids wissen wir: Ein Virus hat keine Moral. Der neue Coronavirus erinnert uns daran, dass Viren auch Reisefreiheit haben – die Epidemie hat Deutschland erreicht. Unterdessen zeichnen sich deren globale wirtschaftliche Folgen immer deutlicher ab: Der weltgrößte Bierbrauer AB Inbev (Beck's, Budweiser, Corona) rechnet mit einem Einbruch des Gewinns (Ebitda) von 10 Prozent im ersten Quartal. Zuvor hatte Microsoft sein bisheriges Umsatzziel für die PC-Sparte aufgrund von Belastungen der Lieferkette gestrichen. Virusbedingte Lieferengpässe beeinträchtigen auch den E-Commerce – eines unserer Themen heute vor 9.
2015 feierte das BVDW-Kreativranking Premiere – damals mit Serviceplan an der Spitze. Die inhabergeführte Gruppe konnte ihre Top-Position drei Jahre in Folge verteidigen, bis sie 2019 schließlich von Jung von Matt überholt wurde. In diesem Jahr gibt es wieder einen Wechsel an der Spitze.  Allmählich nimmt der deutsche Werbemarkt wieder Fahrt auf. Das zeigt der Schickler Media Index, der HORIZONT exklusiv vorliegt: Demnach ist der Gesamtnettoumsatz 2019 um 1,3 Prozent gestiegen. Die umfassende Statistik enthält neben den Nettowerbeumsätzen der klassischen Gattungen nahezu alle Formen digitaler Werbung sowie Messen und Sponsoring. In diesem Jahr wird mit einer höheren Wachstumsrate gerechnet. Die Führungsspitze der Hamburger Morgenpost (Mopo) soll nach dem Verkauf des Verlages an den Digital-Unternehmer Arist von Harpe komplett ausgewechselt werden, meldet die taz. Demnach müssen Chefredakteur Frank Niggemeier und sein Stellvertreter Alexander Krug gehen, auch Verlagsleiterin Susan Molzow, die die Mopo selbst kaufen wollte, solle dem neuen Team nicht mehr angehören. Molzows Platz will laut taz von Harpe selbst einnehmen. Die rasche Verbreitung des Coronavirus hat spürbare Auswirkungen auf die Weltwirtschaft, inklusive E-Commerce und Amazon. China ist derzeit praktisch von der Welt abgeschnitten – ein Problem für Händler und Marken, die ihre Produkte von dort beziehen. Franz Jordan, CEO und Gründer von Sellics, einem Anbieter von Verkaufslösungen für Händler bei Amazon, erklärt in einem exklusiven Gastbeitrag für HORIZONT, was Amazon-Verkäufer jetzt tun können. Um 10 Prozent hat der digitale Display-Werbemarkt 2019 zugelegt. Das ist eine stolze Bilanz. Und ein gutes Polster – es hilft den Vermarktern, den bevorstehenden Umbruch besser zu bewältigen. Denn fest steht: Angesichts des bevorstehenden Cookie-Todes steht Digitalwerbung vor einer tiefen Zäsur. HORIZONT-Chefredakteur Volker Schütz zählt einige Punkte auf, die sich ändern müssen (und werden). Die Digitalisierung des Marketings hinterlässt auch im Arbeitsmarkt ihre Spuren: Während die Gehälter bei klassischen Marketingjobs stagnieren, können sich erfahrene Digitalexperten teilweise über stark steigende Bezüge freuen. Allerdings geht im digitalen Marketing die Schere zwischen den Einkommen von Führungskräften und Spezialisten weiter auseinander. Wenn auch niemand das wahre Ausmaß beziffern kann: Ad Fraud bleibt ein Problem für die Werbewirtschaft. Und weil sich die Branche mit den Betrügern eine Art Hase-Igel-Rennen liefert, kommen immer wieder neue Tricks und Kniffe auf den Markt. Jetzt macht Integral Ad Science auf einen Bot aufmerksam, der ausgerechnet die Ads.txt-Dateien nutzt, die Ad Fraud eigentlich reduzieren sollen. Als RCKT Anfang 2015 an den Start ging, war die Berliner Agentur eine 100-prozentige Tochter von Rocket Internet und auf PR-Beratung spezialisiert. Fünf Jahre später sind aus einer Handvoll Mitarbeitern aus dem Samwer-Universum über 70 Angestellte geworden – Tendenz weiter wachsend. RCKT ist aus dem Schatten des Mutterkonzerns herausgetreten und hat sich als aufstrebender Kreativ- und Digitaldienstleister etabliert, der eine ganz besondere Vision hat.
Bitte loggen Sie sich hier ein, damit Sie Artikel kommentieren können. Oder registrieren Sie sich kostenlos für H+.
stats