HORIZONT Vor 9

Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

© Fotolia
Guten Morgen! Die deutsche Medienbranche trifft sich ab heute drei Tage lang in München. Bei den 33. Medientagen geht es unter dem Motto "Next digital level: Let’s build the Media we want!" um so gut wie alles, was die Branche aktuell bewegt: von der Macht sozialer Netzwerke über den rasanten Wandel auf dem TV- und Audio-Markt bis hin zu künstlicher Intelligenz und virtueller Realität. Darum geht es bei uns jeden Tag, auch heute Morgen: Hier sind unsere News.

Beim US-Sportartikelriesen Nike naht das Ende einer Ära: Der langjährige Vorstandschef Mark Parker hat seinen Rücktritt angekündigt. Zum Nachfolger wurde John Donahoe auserkoren, der früher unter anderem jahrelang Chef der Online-Handelsplattform Ebay war. Dadurch kommt eine Personalrochade in Gang, die auch den jüngst überraschend zurückgetretenen SAP-Chef McDermott zurückbringt. Für das Jahr 2019 rechnet der Branchenverband Vaunet mit einem deutlichen Umsatzwachstum der audiovisuellen Medienbranche in Deutschland. Insbesondere die Erlöse von Streaming- und interaktiven Angeboten wachsen nach Einschätzung des Privatfunkverbands sowohl im Werbe- wie auch Pay-Markt dynamisch. Die nachhaltig positive Umsatzentwicklung zeige eindrucksvoll die Relevanz der Branche, hieß es bei Veröffentlichung der Zahlen. Die Wachstums-Story von Snapchat bekam im vergangenen Jahr einen kräftigen Dämpfer. Jetzt läuft das Geschäft wieder besser. Im vergangenen Quartal kamen mehr Nutzer als erwartet hinzu, wie Snapchats Betreiberfirma Snap am Dienstag in Santa Monica mitteilte. Doch aus Sicht der Anleger geht es nicht schnell genug aufwärts. Diskriminierung am Arbeitsplatz sollte heute eigentlich tabu sein. Doch Berufstätige werden nach wie vor Opfer von Diskriminierung – und das nicht nur in Deutschland. Das zeigt eine Online-Umfrage der Job- und Recruiting-Plattform Glassdoor. Bemerkenswert: Die Medienbranche tut offenbar erstaunlich wenig gegen die Benachteiligung von Menschen aufgrund von Geschlecht, Alter oder Nationalität. Update: Laut Nielsen sind die Zahlen für die digitalen Werbespendings im September nicht final. Aufgrund von Nachmeldungen sei es sehr wahrscheinlich, dass aus dem Minus ein Plus werde, heißt es. Der Beitrag wird aktualisiert und im Laufe des Tages freigeschaltet. Es sind harte Worte, mit denen das Beratungsunternehmen Ecom die Ergebnisse seiner Marktplatz-Studie zusammenfasst: Handel und Hersteller bewegten sich mit Dilettantismus in einem Milliardenmarkt. Von Blindflug ist die Rede, von Mangel an Grundlagenkenntnis, Überforderung und geringer Professionalität. Ecom wollte wissen, wie die Branche mit operativen und strategischen Fragen rund um das Geschäft auf Online-Marktplätzen umgeht – und wurde dabei selbst ein wenig überrascht. Der Trend hält an: Beratungshäuser und Strategieberatungen ergänzen ihr Leistungsportfolio um Kompetenzen aus dem Agenturumfeld. Rajesh Bose, einstiger Unternehmensberater und heute Managing Partner der Digitalagentur Port-Neo, erklärt, welche Konzequenzen die Übernahmen von Kreativagenturen durch Beratungshäuser für Unternehmenskultur und Kundenarbeit haben und warum man die klassischen Kreativagenturen nicht abschreiben sollte. Die Werbeindustrie befindet sich im Umbruch und erfährt durch neue Technologien tiefgreifende Veränderungen – doch gleichzeitig bleibt Kreativität nach wie vor unersetzlich. Der Wirtschaftsdienstleister Deloitte hat seiner aktuellen Studie daher die Frage zugrunde gelegt, welche Geschäftsmodelle und Akteure in der Branche künftig gefragt sein werden und entwirft vier Szenarien für die Werbewelt im Jahr 2030.



Themenseiten zu diesem Artikel:
stats