HORIZONT Vor 9

Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen aus Frankfurt. Der Bundesgerichtshof verhandelt heute gegen drei frühere Vorstandschefs der Deutschen Bank. Das Verfahren steht noch im Zusammenhang mit der Pleite der Kirch-Gruppe. Die Staatsanwaltschaft wirft Rolf Breuer, Josef Ackermann und Jürgen Fitschen versuchten Betrug vor. Sie sollen in einem Zivilprozess um Schadenersatz in Absprache falsch ausgesagt haben, um die Deutsche Bank vor hohen Zahlungen zu bewahren. Das Landgericht München I hatte dafür keinerlei Beweise gesehen und die drei 2016 freigesprochen. Hier kommen die wichtigsten Branchennews am Dienstagmorgen.
Prominenter Abgang bei Adidas: Nach insgesamt 25 Jahren im Unternehmen wird Eric Liedtke den Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach zum Jahresende verlassen. Der 52-Jährige, der im Frühjahr 2013 zum Chief Marketing Officer aufstieg, geht offenbar aus freien Stücken - und mit unbekanntem Ziel. Sein Nachfolger kennt sich im Hause Adidas bestens aus. Würde man aus der Frage, wie groß der digitale Werbemarkt in Deutschland wirklich ist, eine Serie machen, wäre sie langsam aber sicher ein Kandidat für Binge-Watching. Nach der Unternehmensberatung Schickler, dem ZAW und dem OVK legt mit der Performance-Marketing-Agentur Resolution Media ein weiterer Player Zahlen zu den hiesigen Digital-Spendings vor - und die weisen ein noch größeres Volumen aus. Axel Springer will sich möglicherweise von dem Stellenportal Stepstone trennen und somit aus dem einst so lukrativen Classifieds-Geschäft aussteigen. Das berichtet deutsche-startups.de. Demnach fürchte der neue Gesellschafter KKR vor allem, dass Stepstone langfristig gegen die Angebote von Google und Co. nicht mehr bestehen kann. Der Dieselskandal strahlt offensichtlich negativ auf die Wahrnehmung des Wirtschaftsstandortes Deutschland ab. Das geht aus dem Report "Trust in Brand Germany" des Edelman Trust Barometers hervor. Innerhalb eines Jahres sank das Vertrauen in deutsche Unternehmen um 15 Prozentpunkte. Facebook ergreift gut ein Jahr vor der US-Präsidentenwahl weitere Maßnahmen, um die Verbreitung von Fake News einzudämmen. So sollen künftig staatlich kontrollierte Medien gut sichtbar als solche gekennzeichnet werden. Zudem wird Facebook bei Beiträgen, die von Faktenprüfern für falsch erklärt wurden, prominenter darauf hinweisen, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Die Sichtbarkeit von Display- und Videowerbung ist im dritten Quartal in Deutschland weiter gestiegen. Im Vergleich zum zweiten Quartal wuchs die Viewability-Rate um einen Prozentpunkt auf 58 Prozent an. Das geht aus den Viewability Benchmarks von Meetrics hervor. Die Sichtbarkeitsdauer ist dagegen gesunken. Denkt man an Video im Internet, fällt einem Youtube ein, aber nicht unbedingt Facebook Watch. Das will das Netzwerk nun ändern. Um Zuschauer und Werbeerlöse anzuziehen, verlässt sich Facebook nicht auf User Generated Content, sondern paktiert mit großen Medienhäusern. Im Interview erklären die Köpfe hinter der Content-Offensive, warum eine Zusammenarbeit für Publisher interessant sein soll. Wenn es um den Job geht, ist für die Allermeisten das Gehalt am wichtigsten. Herauszufinden, was allerdings in den einzelnen Berufen in der Medien- und Kommunikationsbranche gezahlt wird, ist dagegen weniger einfach als diese Feststellung. Der tiefergehende Blick hinter die bloße Statistik zeigt: Branche, Verantwortung, Region und Berufsjahre entscheiden mit über das Gehalt in Marketing und Kommunikation.


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