HORIZONT Vor 9

Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen! Manchmal findet man in Social-Media-Kanälen ja Beiträge jenseits der eigenen Filterblase. Und liest dann verwundert, was so alles zu Themen wie Feinstaub, Migration, E-Mobilität geschrieben wird. Und dann kommt einem Dieter Nuhr in den Sinn, der einmal sagte, man dürfe in einer Demokratie mitreden, man müsse es nicht. "Wenn man von etwas keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten." Hat sich nicht richtig durchgesetzt. Hier sind – wie immer fundiert – unsere News vor 9.
US-Finanzminister Steven Mnuchin hat sich skeptisch über die geplante Kryptowährung Libra von Facebook geäußert. Sein Ministerium habe "ernsthafte" Bedenken, dass Libra von Geldwäschern und finanziellen Unterstützern von Terroristen missbraucht werden könne. David Marcus, der bei Facebook für Libra zuständig ist, hat heute die Chance, diese Skepsis zu zerstreuen – er wird vom Bankenausschuss des Senates angehört. Für den Monat Juni hat der HORIZONT Brand Ticker zwei Überraschungen parat. Da ist zum einen das Wachstum beim Markenwert von Hapag-Lloyd, das von keiner anderen Marke übertroffen wird, auch von keiner Love-Brand. Da ist aber auch das Minus einer großen deutschen Bank. Und die positive Performance einer Stahl- und einer Pharma-Marke. Das Vertrauen in die Medien schwindet, Reichweiten verschieben sich, das Geschäftsmodell wackelt: Das Umfeld für etablierte Medien verändert sich und damit verändert sich auch die Ausrichtung von Medienmarken. Bei der eigenen Standortbestimmung sind zukünftig sechs Aspekte besonders relevant. Vor einem Jahr gingen mit Raphael Brinkert und Christoph Metzelder zwei der drei Gründungsgeschäftsführer von Jung von Matt/Sports von Bord. Eigentlich konnte man sich die Agentur ohne Brinkert nicht vorstellen. Er war das Gesicht der Agentur schlechthin. Doch die hat keinen Schaden genommen – im Gegenteil. Sommerloch? Nicht bei den Produktionsfirmen. Der Markt ist weiterhin stark in Bewegung. Vor allem in Berlin sind einige neue Player an den Markt gegangen und bescheren der Hauptstadt einen veritablen Boom: In der Werbefilmbranche an der Spree herrscht derzeit Aufbruchstimmung. Schlechte Netz-Abdeckung, wenig Risikokapital, geringe KI-Investitionen: An Studien über die Defizite des deutschen Digitalstandorts mangelt es nicht. Hendrik Klindworth, Geschäftsführer des Hamburger Spieleentwicklers InnoGames, warnt: "Bei schnellem Internet hinken wir im internationalen Vergleich meilenweit hinterher." Die deutsche Gamingbranche habe nicht nur aus diesem Grund Schwierigkeiten, internationale Digital-Talente anzulocken. In der Praxis ist digitale Transformation in vielen Fällen ein ebenso hoch ambitioniertes wie zum Scheitern verurteiltes Unterfangen. So als würde man in Flip-Flops den Himalaya besteigen. Sagt Stefan Dangel über die vielen Ansätze von Beratern und Agenturen. In seinem Gastbeitrag erklärt er, warum die Dienstleister im ersten Schritt ihre eigenen Silos verlassen müssen. Das gute Verhältnis zu den Kunden bewahren und gleichzeitig wertvolle Ergebnisse für die Optimierung von Prozessen, Produkten und der Marketingansprache zu erhalten, wird immer schwerer. Influencer könnten einen Weg aus dem Dilemma der Befragungsmüdigkeit weisen, erläutert Sandra Gärtner, Geschäftsführerin des Instituts GreenAdz aus Hamburg und propagiert: respektvolle Ansprache auf Augenhöhe – und Bäume.



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