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Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen aus Frankfurt. Verbandspolitik kann ganz schön langweilig sein. Muss sie aber nicht. Gestern hatte der Bundesverband Digitale Wirtschaft seine Mitglieder ins Berliner Soho eingeladen. Es war, so der Tenor der  Teilnehmer, ein interessantes Meeting. Matthias Wahl, seit vier Jahren umtriebiger Präsident, führt den Verband auch die nächsten zwei Jahre. Thomas Duhr (IP Deutschland), Achim Himmelreich (Cap Gemini), Stephan Noller (ubirch) und Marco Zingler (Denkwerk) wurden als Vizepräsidenten bestätigt. Neu im Präsidium sind Anke Herbener (Digital Changers) und Alexander Kiock (Diffferent). Insbesondere Kiock will dem BVDW noch schneller noch mehr Gewicht verleihen. Das könnte ganz schön aufregend werden. Und jetzt: weitere aufregende Meldungen von heute Morgen.

Im März hatte Google Stadia angekündigt, aber damals noch keine Angaben zu Preisen oder dem Spieleangebot gemacht. Das holte der Internet-Konzern am Donnerstag nach. Bei Stadia sollen Spiele in der Cloud laufen. Nach Einschätzung von Analysten werde es für Stadia schwer, vom Start weg mit herkömmlichen Plattformen zu konkurrieren. Susanne Franz, bislang Global Marketing Director bei der spanischen Volkswagen-Tochter, heuert als Head of Brand Communication and Content Marketing bei Audi an. Von ihrem Nachfolger, der am 1. Juli von Audi zu Seat wechselt, wird unter anderem erwartet, die Seat-Marke Cupra zu stärken und sie als Stand-alone-Brand zu etablieren, meldete Seat am gestrigen Abend. Der Nachfolger von Marianne Heiß, die seit Anfang März als CEO an der Spitze der Omnicom-Tochter steht und ihre bisherigen Aufgaben als CFO seitdem interimistisch fortgeführt hatte, kommt vom Dentsu Aegis Network und zählt zu den profiliertesten Finanzmanagern in der deutschen Agenturlandschaft. Dass sich Video-Streamingdienste wie Netflix und Amazon Prime Video immer größerer Beliebtheit erfreuen, ist keine neue Erkenntnis. Eine aktuelle Marktprognose der Unternehmensberatung PwC belegt den Aufstieg dieser Anbieter nun aber mit konkreten Zahlen. Vom sich verändernden Mediennutzungsverhalten profitieren aber auch andere Bereiche der Medien- und Unterhaltungsindustrie. Fuck Purpose: Die einflussreiche Werbemanagerin Karen Heumann findet viele der heutigen Kampagnen "überfrachtet mit Wertgefüge" – kaum eine Firma, die nur noch ihre Produkte verkaufen will, alles soll einem höheren Zweck dienen. Im Video-Interview mit HORIZONT Online und turi2.tv erklärt die Mitgründerin von Thjnk aber auch, dass es wichtig sei, die Sinnfrage zu stellen. "Diversity ist für deutsche Agenturen kein Thema, denn es gibt bei ihnen keine Diversity" – ein Satz, den Ralf Nöcker 2010 im Gespräch mit HORIZONT gesagt hat. Traurig aber wahr: Das Statement des Geschäftsführers des Gesamtverbands Kommunikationsagenturen GWA ist offenbar neun Jahr später noch immer aktuell. Doch ein bisschen was hat sich verändert, wie Beispiele von Sinner Schrader, Scholz & Friends, McCann und Namics zeigen.


Aus eins mach drei: Anfang der Woche verkündete Apple, iTunes mit dem nächsten Update des Betriebssystems Mac OS in drei Apps aufzuspalten. Experten sind nicht traurig, dass es iTunes in seiner bisherigen Form bald nicht mehr geben wird. Und konstatieren, dass der Schritt nicht nur unter dem Gesichtspunkt einer verbesserten User Experience sondern auch für Apple strategisch sinnvoll sei. Wer weiß was über Künstliche Intelligenz? Wer nutzt KI heute schon im Marketing? Und wenn ja, wofür und mit welchen Learnings? Darüber werden auf den Digital Marketing Days 2019 in Hamburg Experten wie Klaus Schwab diskutieren. Der Managing Partner der Münchner Plan.net-Gruppe hat vorab sechs provokante Thesen kommentiert.


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