HORIZONT Vor 9

Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen aus Frankfurt. Trotz Nachbesserungen hat das britische Unterhaus gestern Abend erneut den Brexit-Deal abgelehnt. Mit krächzend-heiserer Stimme hatte Premierministerin Theresa May zuvor um die Zustimmung der Abgeordneten geworben. Jetzt könnte der Brexit verschoben werden - oder es droht ein ungeordneter Austritt. Die Lage bleibt unübersichtlich. Klar und übersichtlich kommen dagegen hier die Top-News unserer Branche am Mittwochmorgen.
Die Einführung einer europäischen Digitalsteuer für Konzerne wie Google und Facebook ist gescheitert. Ein deutsch-französischer Kompromissvorschlag für die Besteuerung von Online-Werbeerlösen scheiterte am Widerstand einiger EU-Finanzminister. Es gebe fundamentale Bedenken, sagte Rumäniens Finanzminister Eugen Teodorovici. Rumänien hat derzeit den Vorsitz unter den EU-Staaten inne. Nun müsse eine globale Lösung her.


Zwei Wochen vor der finalen Abstimmung zur EU-Urheberrechtsreform macht die Bundesregierung eine Kehrtwende. Noch vor einigen Tagen hatte Regierungssprecher Steffen Seibert betont, die umstrittenen Uploadfilter seien nicht Bestandteil der Richtlinie. Nun räumt die Regierung nach FAZ-Informationen ein: "Aus Sicht der Bundesregierung werden bei großen Datenmengen bereits aus Praktikabilitätsgründen wohl algorithmenbasierte Maßnahmen anzuwenden sein."

Nach dem Kreativ- und Effizienz-Ranking legt das britische Marktforschungs- und Beratungsunternehmen WARC nun auch seine Auswertung für Media vor. Die weltweit erfolgreichste Kampagne ist "I Don't Roll On Shabbos" von Mediacom Connections Tel Aviv für Gillette. Aber WARC wertet nicht nur die Kampagnen und deren Macher aus, sondern auch die Auftraggeber. Volkswagen ist der einzige Vertreter aus Deutschland, der sich in irgendeiner der verschiedenen Ranglisten in den Top 10 wiederfindet.


Facebook überarbeitet verschiedene Metriken und Planungstools für Werbungtreibende. So wird unter anderem die potenzielle Reichweite neu definiert. Diese dürfte künftig geringer ausfallen. Der bisherige Relevance Score wird durch drei neue Einheiten ersetzt.

Einfache Fragen, einfache Antworten. Das verspricht Mediaplus mit dem Intermedia-Planungs-Tool Brand Investor zur Optimierung von Mediaplänen. Das Instrument soll nicht mehr nur Agenturkunden offenstehen, sondern auch Direktkunden, die ihren Etat bei einer anderen Mediaagentur haben. Marcus Ambrus und Andrea Malgara von Mediaplus erklären, wie das Instrument funktioniert. Jahrelang ging es auf der Digitalkonferenz South by Southwest (SXSW) in Austin um die neuesten Trends und Innovationen. Doch 2019 gab es eine interessante Wendung, beobachtet Christian Barth, Global Senior Client Partner bei Publicis Sapient: Erstmals macht man sich auf der Konferenz Gedanken darüber, wie Technologien echten Mehrwert für die Menschen liefern können. Wie das konkret ausgesehen hat, erklärt Barth in seinem Gastbeitrag für HORIZONT Online.

Die Verweigerung der Pressekarten für Journalisten von ZDF, Tagesspiegel und NDR durch die türkische Regierung hat in Berlin große Empörung ausgelöst. Nun nimmt die Türkei die Entscheidung zumindest in einem Fall zurück. Ankara erlaubt nun doch dem ZDF-Korrespondenten Jörg Brase die Arbeit im Land.

Die Basketball-Entertainment-Marke "Dude Perfect" ist mit rund 40 Millionen Abonnenten der reichweitenstärkste US-Kanal bei Youtube. Bei der Digitalkonferenz South by Southwest enthüllten die Macher von "Dude Perfect" und weiterer junger Sportmarken, wie man die sogannte "Gen Z" erreicht.
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