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Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen aus Frankfurt! Fans von fantastischen und wundersamen Geschichten können sich freuen, denn heute ist der weltweite Erzähle-ein-Märchen-Tag. Wahrlich kein Märchen ist das, was gerade beim Traditions-Medienhaus DuMont passiert. Alle Infos dazu sowie weitere wichtige Branchennews am Dienstagmorgen lesen Sie hier.
Keine vier Jahre nach dem Tod des Verlegers Alfred Neven DuMont soll die Mediengruppe zerschlagen werden. Die Gesellschafter wollen sich von allen Regionalmedien trennen. Betroffen sind unter anderem der Kölner Stadt-Anzeiger und der Express am Stammsitz in Köln, die Berliner Zeitung und der Berliner Kurier, die Mitteldeutsche Zeitung in Halle sowie die Hamburger Morgenpost. Von dem mehrere Jahrhunderte alten Traditionsunternehmen bliebe kaum etwas übrig. Samsung, Huawei, LG oder Royole: Gleich mehrere Unternehmen zeigen auf dem Mobile World Congress (MWC) ihr erstes faltbares Smartphone. Auf der weltweit wichtigsten Mobilfunkmesse in Barcelona gibt es so viele Hardware-Innovationen zu bestaunen wie lange nicht mehr. Aber auch 5G ist ein bestimmendes Thema in der katalanischen Metropole. Vor allem die Deutsche Telekom macht Druck bei diesem Thema. Rundumschlag: Axel-Springer-Boss Mathias Döpfner vermisst Klartext-Debatten in den Medien – und zieht ein erstes Resümee beim selbsternannten Klartext-Magazin Bild Politik. Derweil sieht er die Vielfalt bei Regionalzeitungen schwinden, auch wegen des Mindestlohns. Deshalb will Döpfner Steuererleichterungen; diese seien mitnichten Subventionen. Auch verlagsinterne Querfinanzierungen lehnt er ab. Und nun? Trotz allem wächst sein Optimismus. Bei Heimat Berlin geht der Generationswechsel weiter. Nachdem Co-Gründer Guido Heffels bereits im vorigen Jahr seinen Posten als Kreativchef an Matthias Storath übergeben hat, macht nun auch CEO Matthias von Bechtolsheim den Schritt raus aus dem Tagesgeschäft. Die operative Führung übernimmt Beratungschef Maik Richter, der wie Storath schon länger der Geschäftsführung angehört. Die SPD will das Datenmonopol der großen US-Internetkonzerne brechen und hat einen Entwurf für ein "Daten-für-alle-Gesetz" vorgelegt. Der Gesetzentwurf sieht vor, "dass Daten, die als Gemeingut anzusehen sind, grundsätzlich einer Nutzung zugänglich zu machen sind" - dazu gehören nach Ansicht der Sozialdemokraten zum Beispiel Mobilitäts- und Geodaten. Claas Voigt, Geschäftsführer der Telekom-Tochter Emetriq, hält das für den falschen Weg. Uber, Pinterest, Airbnb, Lyft: Eine ganze Armada von Tech-Firmen drängt in diesem Jahr an die Börse. Analysten warnen jedoch vor überzogenen Bewertungen, meldet Handelsblatt Online (Paid). Der Fahrdienstvermittler Uber beispielsweise könnte auf einen Betrag von über 90 Milliarden Dollar kommen. Das ist genauso viel wie die Autobauer Ford und General Motors zusammen.


Stefan Oglesby, CEO von Data IQ, fordert eine neue Sichtweise auf die Marktforschung. Warum Marketeers und CEO immer noch auf's falsche Pferd setzen und welche neuen Skills Marktforscher brauchen, erklärt der ehemalige CEO des größten Schweizer Marktforschers LINK im Gespräch mit planung & analyse. Bilder und Videos voller Gewalt, Rassismus, Obszönitäten: Wer für Facebook als Inhalte-Moderator arbeitet, braucht ein dickes Fell. Die psychische Belastung der Mitarbeiter werde von der Zuliefererfima aber kaum honoriert, schreibt The Verge. Es gebe ein nur vergleichsweise geringes Gehalt und neun sogenannte "Wellness"-Minuten pro Tag, die aber für das lange Warten vor den zu wenigen Toiletten draufgehen. Mitarbeiter berichten, dass viele den intensiven Stress mit Drogen und Sex bei der Arbeit bewältigen würden.


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