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Sieben Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen aus Frankfurt! Wenn das Produkt gut ist, ist das schon die halbe Werbung. Mund-zu-Mund-Propaganda hilft dann in der Marketingkommunikation. Der Netflix-Streamer "Roma" hat heute Nacht den in der Filmbranche bestmöglichen Rückenwind bekommen: Oscars für Regisseur und Kameramann Alfonso Cuarón, dazu den Academy Award als bester fremdsprachiger Film des Jahres. Auf der großen Leinwand ist "Roma" derweil kaum zu sehen. Wer das bedauert, ist wohl im Kino des 20. Jahrhunderts groß geworden. Hier sind weitere Branchennews.
Der Wettlauf um die Zukunft des Smartphones ist eröffnet: Wenige Tage nach Samsung trumpft der chinesische Anbieter Huawei auf dem Mobile World Congress in Barcelona auch mit einem faltbaren Smartphone auf. Nicht nur im Design will das chinesische Unternehmen seinen Rivalen "toppen" – das Mate X soll auch noch einmal merklich teurer sein. Das britische Beratungs- und Marktforschungsunternehmen WARC hat seine weltweiten Kreativrankings veröffentlicht. Dieses Jahr haben es fünf deutsche Agenturen in die Rangliste geschafft, die bis letztes Jahr unter Gunn Report firmierte. In dem Report werden außerdem die meistprämierten Länder, Marken und Auftraggeber aufgeführt. Die von Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) geforderte Mindeststeuer für global tätige Konzerne wie Apple, Google oder Amazon verzögert sich und wird als Konzept frühestens 2020 auf dem Tisch der Industrieländerorganisation OECD liegen. Das geht aus der Antwort des Finanzministeriums auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervor, die RP Online vorliegt. Die Nachricht von zahlreichen Entlassungen beim Portal Buzzfeed sandte in den vergangenen Wochen Schockwellen durch die amerikanische Medienbranche. Vor Buzzfeed hatten das Portal Mic sowie Vice Media bereits Mitarbeiter in großer Zahl entlassen. Erneut kocht nun die Diskussion auf, ob es überhaupt noch eine Zukunft für den Journalismus in den USA gibt. HORIZONT sprach mit dem Medienforscher Joshua Benton vom renommierten Nieman Lab. Influencer Marketing scheint oft nicht mehr zu sein als ein Social-Web-Post, auf dem ein Digital-Promi mit einem Produkt zu sehen ist. Das kennt man aus der Testimonialwerbung mit Prominenten. Judith Christina Pierau, Vice President Lead Social Content & Engagement der PR-Agentur Fleishman Hillard, warnt davor, Influencer mit klassischen Testimonials zu verwechseln. Dass verlockend glänzende Geschenke tückisch sein können, lernen Kinder bei Schneewittchen. Mit "Netflix for News" zeigt Apple, dass die böse Königin auch im schwarzen Rollkragenpulli daherkommen kann. Apple will als digitaler Kiosk den Verlagen helfen, ihre redaktionellen Inhalte einem Publikum zu verkaufen, das das Zahlen für solche Inhalte verlernt hat. Die Musikbranche weiß: Sollten die Medienhäuser bei Apple anbeißen, können sie auch gleich den Glassarg dazu bestellenDie Engagements von Andreas Geyr bei Axel Springer und TBWA waren nicht von langer Dauer. Bei Spark44 soll das anders werden. Als Europamanager der Agentur, die bislang exklusiv für den Autohersteller Jaguar Land Rover (JLR) tätig ist, hat er viel vor. Warum er den Schritt in eine Customized Agency gemacht hat und wie er deren Geschäft ausbauen will, erläutert Geyr im Interview mit HORIZONT.


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