HORIZONT Vor 9

Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen aus Frankfurt! Und täglich grüßt der US-Präsident. Jetzt sollen durch die Ausrufung des Notstands demokratische Regeln außer Kraft gesetzt werden. Derartige Eskapaden dürften wohl auch die Erwartungen von Simpsons-Erfinder Matt Groening übersteigen. In einem Interview hatte er 2016 die Präsidentschaft von Trump kommen sehen und meinte: „I actually think it will be amazing in all its horror.“ Groening wird heute 65. Und hier sind unsere wichtigsten Branchennews des Tages.
Nachdem sich Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments vorläufig auf eine Reform des EU-Urheberrechts geeinigt haben, gab es sofort zustimmende und ablehnende Reaktionen, vor allem zu den Punkten Leistungsschutzrecht und Uploadfilter. Doch was steht denn genau drin in den beiden umstrittenen Artikeln 11 und 13 – und was bedeuten die Regelungen für Verlage und Plattformbetreiber? Eine Übersicht. Nach einem Bericht der Washington Post verhandeln die Federal Trade Commission (FTC) der US-Regierung und Facebook über eine Strafzahlung von mehreren Milliarden Dollar, mit der die FTC-Untersuchungen des Datenskandals eingestellt werden könnten. Bislang konnte keine Einigung über die Höhe der Zahlung hergestellt werden. Gelingt dies nicht, werde die FTC die Sache vor Gericht bringen. Welche Rolle spielen etablierte Medien heute noch im Wettbewerb mit Google, Facebook & Co? Dieser Frage geht eine Studie von Axel Springer und dem IfD Allensbach nach. Im Interview erläutern Axel-Springer-Vorstand Jan Bayer und Allensbach-Chefin Renate Köcher, wo klassische Medien auf Augenhöhe mit Google News und Facebook sind. Nach Jahren der Fixierung auf schiere Technologie rücken wieder inhaltliche Fragen auf die Agenda. Amazons Suche nach einem "zweiten Hauptquartier" in den USA war zu einem landesweiten Schönheitswettbewerb geraten, in dem sich Bundesstaaten, Kreise und Städte mit Vergünstigungen überboten hatten. Amazon wählte zwei Standorte – und hat jetzt einen nach Protesten gegen zugesagte Steuervergünstigungen gestrichen. Überdenken die Mediaagenturen bald ihre Werbewirkungsforschung? Derzeit deutet einiges darauf hin. Den Finger in die Wunde gelegt hat Group-M-Manager Boris Schramm, als er im HORIZONT-Interview Werbekunden, Agenturen und Vermarktern jahrelange Versäumnisse vorwarf. Klaus-Peter Schulz, Chef der Organisation der Mediaagenturen (OMG), hat ihm teilweise recht gegeben. Doch jetzt läuft die Debatte – es geht um Detailfragen. Kaliforniens neuer Gouverneur Gavin Newsom arbeitet an einem Vorschlag, nach dem große Tech-Unternehmen die Bürger des Staates dafür bezahlen müssen, ihre Daten zu nutzen. In seiner Antrittsrede sagte der im Januar vereidigte Gouverneur laut Adweek, kalifornische Konsumenten sollten am Reichtum, der durch ihre Daten entsteht, beteiligt werden. Zum goldenen Hirschen expandiert: Die Agentur eröffnet ein neues Büro in Düsseldorf. Hauptgrund dafür ist der Gewinn des C&A-Etats im vergangenen Jahr. Vom Platz der Ideen in der westfälischen Metropole aus will man noch enger mit dem Großkunden zusammenarbeiten. Nach Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main, Köln, München, Stuttgart und Wien ist Düsseldorf bereits die achte Hirschen-Dependance. "Das Image von Agenturen entspricht in weiten Teilen nicht der Realität", sagte GWA-Chef Benjamin Minack in einem Interview, das er gemeinsam mit APG-Boss Maik Hofmann HORIZONT gegeben hat. Soll heißen: Agenturjobs sind inzwischen viel besser als ihr (höchst bescheidener) Ruf. Heiko Burrack findet mitnichten, dass die Agenturen ihre Probleme in den Griff bekommen haben. Der Gründer der Agenturberatung NB-Advice gibt in seiner Replik den Verbandschefs mächtig Contra.


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