HORIZONT Vor 9

Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

© Fotolia
Guten Morgen aus Frankfurt. Gestern fiel mit der großen Eröffnungsgala und der Premiere des Dramas "The Kindness of Strangers" der Startschuss für die 69. Internationalen Filmfestspiele in Berlin. Zehn Tage geben sich in der Hauptstadt wieder Schauspielstars aus Hollywood, Deutschland und der ganzen Welt die Klinke in die Hand. Wir rollen derweil für Sie wie jeden Morgen den roten Teppich aus: Hier kommen die wichtigsten Branchennews am Freitagmorgen. Kommen Sie gut ins Wochenende!
Das Anfang der Woche aus der Union bekannt gewordene Vorhaben, das Tabakwerbeverbot nun doch auf Plakat- und Kinowerbung auszuweiten, ruft die Verbände der Zigaretten- und Werbeindustrie auf den Plan. "Wir halten das für einen ordnungspolitischen Dammbruch", sagt Jan Mücke, Chef des Deutschen Zigarettenverbands DZV. Es wäre das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik, dass für ein frei handelbares Produkt keinerlei Werbung mehr erlaubt sei. Es dürfte der letzte Versuch eines Verlages in Deutschland sein, einen neuen wöchentlichen Titel zu etablieren: Heute startet Axel Springer die Testphase von Bild Politik. In einer Auflage von 20.000 Heften liegt das Magazin freitags an rund 2000 ausgewählten Verkaufsstellen in Hamburg, im Umland sowie in Lübeck und Lüneburg. Das Heft stellt viele Fragen - die manchmal auch schon Meinung sind. Doch wer ist die Zielgruppe von Bild Politik? Als Vermittler von Zimmern und Unterkünften ist Airbnb in den vergangenen Jahren groß geworden, jetzt plant das Unternehmen den Einstieg in ein neues Geschäftsfeld. Wie das Handelsblatt berichtet (Paid), hat Airbnb den bekannten Luftfahrt-Experten und Ex-Lufthansa-Manager Frank Reid an Bord geholt. Der 68-Jährige soll demnach dabei helfen, Flüge zur Unterkunft über die Airbnb-Plattform zu organisieren. Da hat Group-M-Manager Boris Schramm im HORIZONT-Interview vergangene Woche wohl ins Schwarze getroffen. Seiner Ansicht nach habe "unser aller" - Werbekunden, Agenturen und Medien - Beschäftigung mit Technologie das Thema Marke und die Werbewirkungsforschung in den Hintergrund gedrängt. Die Mediaagenturen nehmen seine Kritik jetzt an. Allein die Werbekunden ducken sich vorerst weg.  Es ist eine der großen Zukunftsfragen in der Medienbranche: Wie wird sich die Relevanz des linearen TV entwickeln, wenn VoD-Plattformen wie Netflix, Amazon und Youtube weiter wachsen? Eine neue Studie von Next Media und Statista gibt durchaus Anlass zur Sorge für die TV-Sender und ihre Vermarkter: Demnach glauben zwei Drittel der 18- bis 29-Jährigen, dass es das klassische TV in zehn Jahren nicht mehr geben wird. Bislang waren Facebook-Gruppen so etwas wie ein heiliger Ort für die Nutzer des sozialen Netzwerks. Seitenbetreiber - also vor allem Publisher und Werbungtreibende - war der Zutritt zu den Gruppen verwährt. Das ändert sich jetzt. Facebook gibt Marken ab sofort Tools an die Hand, um auch innerhalb von Gruppen mit ihren Zielgruppen kommunizieren zu können. Vor wenigen Wochen hat Anomaly sein neues Domizil in Berlin bezogen und nach eineinhalb Jahren in temporären Büros endlich eine dauerhafte Heimat gefunden. Jetzt kann es richtig losgehen mit der Erfolgsgeschichte der Agentur, die im Sommer 2017 als deutscher Satellit des gleichnamigen internationalen Mikro-Netzwerks gegründet wurde. Das Vertrauen der Menschen in Politik, Medien und Unternehmen schwindet, die Zukunft erscheint vielen volatil, unsicher, komplex und unklar. Wahrgenommene Bedrohungen gibt es zuhauf. Paul Marsden, Konsum-Psychologie bei Syzygy, erklärt vor diesem Hintergrund in seinem Gastbeitrag für HORIZONT Online, welche drei Konsumtrends das Jahr bestimmen werden.


stats