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Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen aus Frankfurt. Der Super Bowl vom vergangenen Sonntag hat in den USA so wenige Zuschauer vor die TV-Bildschirme gelockt wie seit elf Jahren nicht mehr. Den 13:3-Sieg der New England Patriots über die Los Angeles Rams verfolgten laut Nielsen im Schnitt 98,2 Millionen Amerikaner. Im Vorjahr waren es noch 103,5 Millionen. Der Höchstwert datiert aus dem Jahr 2015, als 114,4 Millionen US-Zuschauer einschalteten. Im Gegensatz zum Super Bowl im permanenten Aufwärtstrend: unsere wichtigsten Branchennews am Morgen.
Alphabet hat zum Jahresende dank sprudelnder Werbeeinnahmen im Weihnachtsgeschäft weiter prächtig verdient. Im 4. Quartal steigerte die Google-Mutter den operativen Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um 6,5 Prozent auf 8,2 Milliarden Dollar (7,2 Milliarden Euro), wie der Konzern mitteilte. Allerdings kritisieren Analysten die um 77 Prozent gestiegenden Ausgaben in Zukunftsfelder wie Roboterautos, die bislang keine Gewinne abwerfen. Nachdem der Rechtsstreit zwischen Frank Schneider und Christian Muche mit der Koelnmesse beigelegt wurde, wollen die beiden Ex-Dmexco-Manager jetzt mit einer neuen Agentur namens Wunderguard durchstarten. Die Firma versteht sich "als Beratungs-Boutique mit innovativen und kundenorientierten Lösungsansätzen zur Entwicklung, Planung und Durchführung maßgeschneiderter Live-Kommunikationskonzepte und Events". Die Berliner Fluggesellschaft Germania hat Insolvenz beantragt. Der Flugbetrieb wurde in der vergangenen Nacht eingestellt, wie das Unternehmen mitteilte. Anfang Januar waren finanzielle Engpässe bei der Airline bekannt geworden. Das Unternehmen hatte erklärt, mehrere Optionen einer Finanzierung zu prüfen, um einen kurzfristigen Liquiditätsbedarf zu sichern. Die sind jetzt offiziell gescheitert. TikTok gilt als das Next Big Thing unter den sozialen Netzwerken. Mit der App, die weltweit 130 Millionen Nutzer zählt, sollten sich schleunigst auch Werbungtreibende beschäftigen, meint Charles Bahr. Der 16-jährige Agenturgründer bricht im HORIZONT Podcast eine Lanze für die Hype-App und fordert von Marketingmanagern, sich stärker mit der Generation Z zu befassen: "'Ich verstehe das nicht' ist keine Ausrede mehr." In den vergangenen zwei Wochen gab es kaum ein Leitmedium, das sich nicht ausführlich mit der Gillette-Kampagne "The Best Men Can Be" auseinandergesetzt hat. Die breite Diskussion zeigt vor allem eines: Der Konsumgüterhersteller Procter & Gamble hat einen Nerv getroffen und eine wichtige Debatte losgetreten. Was wird davon bleiben? Eine ganze Menge! Die Diskussion war erst der Anfang eines Paradigmenwechsels. Das Vertrauen der Deutschen in die Institutionen Regierung, Wirtschaft, Medien und NGOs ist immer noch auf einem erstaunlich niedrigen Level. Doch es gibt einen Lichtblick: das enorm große Vertrauen in den eigenen Arbeitgeber und in die Unternehmenskanäle. Edelman-CEO Ernst Primosch erläutert in seinem Gastbeitrag für HORIZONT Online, warum Unternehmen und CEOs nun Antworten auf die drängenden gesellschaftlichen Fragen liefern müssen. Wer regelmäßig im TV zu sehen ist, darf sich über steigende Instagram-Reichweiten freuen. Diesen Zusammenhang bestätigt einmal mehr eine Auswertung von InfluencerDB für HORIZONT Online. Demnach konnten im Januar vor allem diejenigen ihre digitale Anhängerschaft vergrößern, die in RTL-Shows wie "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!", "Der Bachelor" und Co zu sehen waren. Am meisten profitierte die neue Dschungelkönigin. Der Verband der Marktforschungsinstitute ADM will die Qualität von Studien in der Markt-, Meinungs- und Sozialforschung vergleichbarer machen und damit verbessern. Die 72 Mitgliedsinstitute, die für über 80 Prozent des hiesigen Branchenumsatzes stehen, haben sich zu einer Transparenz-Initiative verpflichtet, die an einem ADM-Siegel erkennbar sein wird.


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