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Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

Frankfurt am Main hat viel zu bieten - nicht nur die schicke Skyline
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Frankfurt am Main hat viel zu bieten - nicht nur die schicke Skyline
Guten Morgen aus Frankfurt! Am Sonntag wird in Hessen gewählt. Und die Uhren werden zurückgestellt. Für SPD-Spitzenkandidat Schäfer-Gümbel ist letzteres inakzeptabel, er will, so ist auf Plakaten zu lesen, "Zukunft jetzt machen". Wenn es die Wähler wollen, beginnt nach 19 Jahren CDU-Regierung eine neue Zeitrechnung. Bleibt in Wiesbaden aber alles beim alten, könnten in Berlin andere Zeiten anbrechen. In den nächsten Tagen wird viel spekuliert werden. Eines ist heute gewiss: Wir haben wieder acht relevante Branchennews.
Amazon wächst mit florierendem Internethandel und starker Nachfrage nach IT-Diensten, Google Dank hoher Werbeeinnahmen und niedrigerer Steuern: Im dritten Quartal 2018 schoss der Gewinn von Amazon im Jahresvergleich von 256 Millionen auf 2,9 Milliarden Dollar, bei Google wuchs er von 6,7 Milliarden auf 9,2 Milliarden. Dennoch fielen beide Aktien im nachbörslichen HandelAuf dem Münchner Oktoberfest lassen sich seit jeher Stars und Sternchen blicken - da dürfen auch Influencer nicht fehlen. Das zeigt sich auch im Top-und-Flop-Werbepost-Ranking, das Media-Part monatlich für HORIZONT Online erstellt: Sarah Harrison bescherte ihrem Kooperationspartner mit einem Dirndl-Foto eine hohe Engagement-Rate und landet wieder einmal einen der erfolgreichsten Werbebeiträge auf Instagram. Werbung in negativen oder unpassenden Umfeldern ist kontraproduktiv, besagt eine Studie des Unternehmens für Markensicherheit Cheq mit IPG Mediabrands, BMW und Hulu. Viele Konsumenten vermuteten hinter der Platzierung der Werbung Absicht, was für den Werbungtreibenden verheerende Folgen haben könne: Unter anderem sinke die Wahrscheinlichkeit, dass eine Marke weiterempfohlen wird, um 50 Prozent. Die deutsche Medien- und Unterhaltungsbranche ist weiterhin auf Wachstumskurs. Das geht aus dem German Entertainment and Media Outlook der Beratungsgesellschaft PwC hervor. Demnach wächst der Gesamtmarkt in den kommenden fünf Jahren um durchschnittlich 1,8 Prozent im Jahr. Wachstumstreiber sind dabei neben der weiter florierenden Onlinewerbung vor allem vergleichsweise junge Gattungen wie Video-on-Demand, Pay TV und die Spielebranche. Hier die großen Unternehmen, die sich digitalisieren und agiler werden müssen. Dort die Start-ups auf der Suche nach Kapital und Kontakten. "Wenn es um die Zusammenarbeit mit Start-ups geht, wissen große Unternehmen noch immer nicht, was die Blaupause ist", kritisiert Jan Thomas, Chef des Verlags NKF Media. Mit einer eigenen Veranstaltung will er dem Problem entgegentreten. Die Digitalisierung verändert uns Menschen, unser Denken, unser Fühlen und unsere Haltung zum Leben. Welche Unternehmen das schon verstanden haben und wie Marken diese Entwicklung besser für sich nutzen können, erklärt Anja Schüling, Leitung Strategie bei Freunde des Hauses, in ihrem Gastbeitrag bei HORIZONT Online. Mit der "Ode an die Zukunft" hat Merck ein beeindruckendes Werbeprojekt gestaltet. Der Konzern hat Herztöne von sechs Babys im Mutterleib aufgezeichnet und diese von einer Klangkünstlerin in ein Musikstück einbauen lassen. "Wir sind ein sehr neugieriges Unternehmen und wollten in die Zukunft schauen und ein besonderes Stück kreieren", erklärt Katrin Menne, Head of Brand Management bei Merck. Welche Rolle Influencer dabei spielen, verrät sie im HORIZONT Video-Interview. In Berlin hat sich Tim Cook gegenüber dem Spiegel unverhohlen gegen Facebook und Google gewandt: "Unser Messaging-Service ist auf der ganzen Welt verschlüsselt, nicht nur in Demokratien." Oder: "Wir überwachen nicht, was Sie sagen, um anhand der Schlüsselwörter herauszufinden, welche Werbung man ihnen einspielen könnte und diese Informationen an Millionen von Firmen weiterzugeben. Bei manchen anderen Diensten ist das genau das Geschäftsmodell." Lesenswert!


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