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Zehn Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Auch die "Süddeutsche" klagt gegen Eyeo
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Auch die "Süddeutsche" klagt gegen Eyeo
Guten Morgen, liebe HORIZONT-Leser. Heute ist der zweite Freitag, der 13. in Serie - kann es vor dem Wochenende noch schlimmer kommen? Wir bauen Sie auf. Hier kommen die wichtigsten Branchennews am Morgen.


1. Auch die "Süddeutsche" schließt sich Adblocker-Klage gegen Eyeo an. "Die Klage ist vorbereitet und wird in Kürze eingereicht", so Johannes Vogel, Geschäftsführer Süddeutsche Zeitung Digitale Medien gegenüber HORIZONT. Die Luft für den Adblock-Plus-Betreiber wird also dünner. Auch P7S1, RTL Interactive/IP Deutschland, der Zeit Verlag sowie Axel Springer klagen gegen Eyeo.

2. Amazon-Beschäftigte streiken wieder. Pünktlich zur Buchmesse sollen die Mitarbeiter im Leipziger Versandzentrum des Online-Riesen ab heute die Arbeit niederlegen. Bis Ostern sollen die Streiks dann wellenartig an anderen Standorten fortgesetzt werden.

3. Rundfunkbeitrag ist verfassungsgemäß. Das hat das Oberverwaltungsgericht Münster am Donnerstag festgestellt und damit drei Berufungsklagen von Privatleuten zurückgewiesen. Die wichtigste Erkenntnis: Auch wer keinen Fernseher oder Radio hat, muss Beiträge zahlen.

4. Zivilklage mit Fragezeichen. In dem Fall des früheren Deutschland-CEO von Dentsu Aegis Andreas Bölte hat das Landgericht Wiesbaden nun Licht ins Dunkel gebracht: Bölte will mit seiner Klage die Unwirksamkeit seiner Kündigung feststellen lassen. Pikant: Bislang war stets von einem freiwilligen Ausscheiden Böltes aus dem Netzwerk die Rede.

5. Größere Wertschätzung für Frauen in der Kreativbranche. Das fordert Razorfish-Managerin Preethi Mariappan in einem Gastkommentar auf HORIZONT Online und stimmt damit in die aktuelle Gender-Debatte in der Branche ein. Aktuell sei man "noch Lichtjahre von einem ausgewogenen Verhältnis zwischen der Wertschätzung männlicher und weiblicher Kreativleistungen entfernt", so Mariappan.

6. Ketchum stellt Beziehungen nach Russland ein. Die internationale PR-Agentur aus dem Omnicom-Network stellt ihre Medienarbeit für den Kreml aufgrund der aktuellen politischen Spannungen weitgehend ein, wie "PR Week" berichtet.

7. Instagram immer bedeutender für Marken. Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens L2 posten werbungtreibende Unternehmen mittlerweile häufiger Inhalte in dem sozialen Bildernetzwerk als auf Facebook. Der einfache Grund: Im Gegensatz zu Facebook verschwinden im Newsfeed der Fans keine Beiträge.

8. L'Oréal USA plant Shopping-Barcode in seiner Werbung. Eine Kooperation mit Powa Technologies soll es dem Konsumgüterkonzern laut "AdAge" künftig möglich machen, jede seiner Werbemaßnahmen - sei es im TV, Online, Print oder In-Store - mit dem hauseigenen Webshop zu verknüpfen. Möglich machen sollen das ein einfacher 2D-Barcode und eine Smartphone-App, mit dem Kunden mit nur einem Klick zu den verknüpften Produkten gelangen.

9. Ist das die Revolution auf Twitter? Mit der App "Meerkat" lassen sich Videos live auf Twitter streamen. Das nächste große Ding? HORIZONT-Online-Redakteur Ingo Rentz analysiert die Chancen und Risiken für Marken sowie Medien und erklärt, warum Unternehmen die App noch mit Vorsicht behandeln sollten.

10. Können Sie das Apple-Logo nachzeichnen? Wie Forscher bei einem Experiment mit Probanden an der Universität von Kalifornien herausgefunden haben, ist es nämlich gar nicht so einfach, den wohl berühmtesten Apfel der Welt fehlerfrei aufs Papier zu bringen. Probieren Sie es am Wochenende doch mal aus.
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