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Zehn Dinge, die Sie heute morgen wissen sollten

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Deutliche Worte von Andreas Wiele beim VDZ
© Axel Springer
Deutliche Worte von Andreas Wiele beim VDZ
Guten Morgen. Frankfurt, 6 Uhr 10. Lassen Sie uns den Tag nicht mit dem Ärger über die gerichtlich sanktionierte Fortsetzung des Bahnstreiks beginnen, sondern mit der Vorfreude auf ein erholsames Wochenende. Erstmal aber liefern wir die Nachrichten für einen energischen Arbeitsbeginn.

1. Kritik und Selbstkritik beim VDZ. Andreas Wiele, Vorstand Vermarktung- und Rubrikenangebote bei Axel Springer, und Burda-Verlagsvorstand Philipp Welte beklagen beim VDZ Publishers' Summit den fehlenden Zusammenhalt innerhalb der Printbranche. Stein des Anstoßes: das Leistungsschutzrecht. "Wir haben so lange für dieses Gesetz gekämpft, aber jetzt schwächen wir die Umsetzung durch fehlendes gemeinsames Auftreten", so Welte in Berlin.



2. Große Newspaper-Pläne von Mark Zuckerberg. Business Insider stellt die jüngsten Pläne des Facebook-Chefs vor. Er will auf Grundlage des Facebook News Feed jedem Menschen auf Facebook eine perfekt personalisierte Digitalzeitung zusammenzustellen.

3. Amazon bringt sprechenden Lautsprecher. Das Gerät heißt Echo und ist laut Verge.com mehr als Jeff Bezos' Antwort auf Siri, den Sprachassistenten von Apple. Echo reagiert auf die Stimme seine Besitzers und soll auf Wunsch Wetterberichte ebenso durchgeben können wie Musik spielen. Das Ding wird aber bestimmt zu einer neuen Diskussion um Privatsphäre führen. Echo nimmt nämlich alles auf, was gesprochen wird und schickt die Daten zu Amazon-Servern.


4. Werbeeinnahmen helfen AOL auf die Sprünge. Die Umsätze des leidenden Internet-Pioniers sind im letzten Quartal um fast 12 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen, berichten die US-Medien.

5. Disney verdient mit Blockbustern. Vor allen Dank seiner Spielfilme („Guardians oft the Galaxy“) hat der US-Medienkonzern laut Handelsblatt im vergangenen Quartal um sieben Prozent auf stolze 12,39 Milliarden Dollar zugelegt. Auch mit seinen Fernsehsender verdient der Konzern gut. Ausnahme: der Sportsender ESPN.

6. Gericht verbietet „kostenlose Zweitbrille“. Neues Kapitel in der Bestseller-Reihe „Warum Politiker und Richter den Bürgern so wenig zutrauen“: Optiker werben bekanntermaßen gerne mit einer zusätzlichen Brille, die nichts kostet. Das hat der Bundesgerichtshof laut FAZ.net jetzt verboten – um die Konsumenten vor sich selbst zu schützen.

7. Ein Meilenstein, der keiner ist. In der vergangenen Woche hat die Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse AG.MA stolz die erste MA Intermedia Plus vorgelegt. Media-Agenturen bleiben aber auch nach dem Erscheinen der Studie skeptisch und setzen lieber auf eigene Tools. HORIZONT ist den kritischen Agenturstimmen nachgegangen.

8. Apple macht nur noch ganz gewöhnliche Werbung. Das sagt kein anderer als Ken Segall, in den 90er Jahren Kreativchef von TBWA/Chiat/Day und die rechte Hand von Steve Jobs, wenn es um Werbung ging.

9. Print darf teuer sein. Weniger als ein Drittel der Deutschen sind der Ansicht, dass Printmagazine „relativ teuer“ sind. Dagegen empfinden 66 Prozent die TV-Gebühren als teuer, sagt eine Studie des Verband Deutscher Zeitschriftenverleger. Wir bringen die Ergebnisse im Rahmen der Reihe: „Vier Grafiken sagen mehr als 1000 Worte.“


10. Revolution beim Werbefestival in Cannes. Ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein großer für Cannes oder Kaum zu glauben aber wahr: Im nächsten Jahr darf zum ersten Mal in der langen Geschichte des Festivals ein Marketingmanager Jurypräsident in einer Kategorie sein. Die Glückliche ist die Coke-Managerin Wendy Clark. Sie leitet die Creative-Effectiveness-Jury, schreibt AdAge.

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