HORIZONT vor 9

Sieben Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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© David Hein
Guten Morgen liebe HORIZONT-Leser, wir begrüßen Sie zur ersten Ausgabe von HORIZONT vor 9 im neuen Jahr! Wir hoffen, Sie sind gut reingerutscht und freuen uns gemeinsam mit Ihnen auf ein spannendes Jahr. Mit diesen Top-News am Morgen geht's los:

1. Oettinger fordert Konsequenzen für Polen

Das umstrittene neue Mediengesetz in Polen ruft die EU auf den Plan. Gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" plädierte der für Medienpolitik zuständige Kommissar Günther Oettinger dafür, Polen "unter Aufsicht" zu stellen. Zudem will die EU-Kommission die Rechtsstaatlichkeit in Polen überprüfen. Die nationalkonservative Regierung in Warschau hatte eine Reform beschlossen, die es ihr erlaubt, Führungspersonal im öffentlich-rechtlichen Rundfunk auszutauschen. Deswegen sind zahlreiche Vertreter des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zurückgetreten.

2. Zuckerberg will künstliche Intelligenz fürs Zuhause entwickeln

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg setzt sich jedes Jahr ein neues Ziel. In den vergangenen Jahren nahm er sich beispielsweise vor, Chinesisch zu lernen oder zwei Bücher pro Monat zu lesen. 2016 hingegen wird es hochtechnologisch: In einem Facebook-Post kündigte Zuckerberg an, einen digitalen Assistenten entwickeln zu wollen, der sein Zuhause mit Hilfe künstlicher Intelligenz steuern könne.

3. Bezos will "Washington Post" zur wichtigsten Zeitung der USA machen

Im August 2013 kaufte Amazon-Gründer Jeff Bezos die "Washington Post". Seitdem hat er kräftig investiert: 50 Redakteure und Reporter sowie dutzende Techniker wurden eingestellt. Damit verfolgt Bezos ein klares Ziel: "Die 1877 gegründete Post soll das neue paper of record werden - die wichtigste Zeitung der USA", wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Inhaltlich hingegen mische Bezos sich nicht ein, zitiert die "SZ" Medienredakteur Paul Farhi.

4. Cherrypicker-Chef kritisiert Pitchkultur in Unternehmen

Ein Thema, das uns auch in diesem Jahr mit Sicherheit beschäftigen wird, ist die Pitchkultur. Einige nehmen hierbei vor allem die Agenturen in die Pflicht - Pitchberater Oliver Klein hingegen sieht das Problem eher auf Unternehmensseite. Im Gespräch mit HORIZONT Online lässt der Cherrypicker-Chef am Pitch-Verhalten der Kunden kein gutes Haar.

5. Adidas im EM-Jahr im Aufwind

Adidas rechnet im EM-Jahr 2016 mit einem deutlichen Plus bei Umsatz und Gewinn, wie CEO Herbert Hainer gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" ankündigte. Dazu soll auch der hart umkämpfte US-Markt beitragen, in dem Adidas gegen Nike und Under Armour bestehen muss. Er könne "ein zweistelliges Umsatzwachstum für die Marke Adidas in den USA versprechen", so Hainers Ansage.

6. Apple erhöht iPhone und iPad-Preise - aber nur in Deutschland

Eine Abmachung mit der Zentralstelle für private Überspielungsrechte (ZPÜ) sorgt dafür, dass Apple die Preise für iPhone und iPad in Deutschland anhebt. In der ZPÜ haben sich Verwertungsgesellschaften wie die Gema oder die VG Wort zusammengeschlossen. Der Konzern aus Cupertino hat sich mit der Gesellschaft auf eine Urheberrechtsumlage geeinigt, die die ZPÜ an Künstler und Urheber weiterreichen will. Damit soll kompensiert werden, dass sich Nutzer private Kopien von Bildern, Liedern und Texten auf ihre Geräte laden.

7. "New York Times" macht Mantelteil zur Werbeanzeige

Die "New York Times" erschien am gestrigen Sonntag in einer ganz besonderen Aufmachung: Die Titelseite zeigte den Schriftzug "The Downtown Times" und trug das Datum 3. Januar 1925. Der Leitartikel befasste sich mit dem Thema "Die Zwanziger: Ein Jahrzehnt der Kontraste". Erst hinter der Titelseite verbarg sich die eigentliche Zeitung. Hintergrund der Aktion: Mit der Retro-Ausgabe sollte für den Start der letzten Staffel der Serie "Downton Abbey" am selben Tag geworben werden.
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