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Sieben Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Ex-RTL-Chef Helmut Thoma wettert gegen Mediaagenturen
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Ex-RTL-Chef Helmut Thoma wettert gegen Mediaagenturen
Guten Morgen aus Frankfurt. Seit vergangenem Freitag haben es Hessens Schüler geschafft: Es sind Sommerferien. Wir wünschen viel Spaß - und versorgen Sie natürlich trotzdem zuverlässig mit den Top-Nachrichten am Morgen.
1. "Die Mediaagenturen haben es einfach übertrieben." Die Debatte um Transparenz im Mediageschäft ist mal wieder in vollem Gange. Nun meldet sich Helmut Thoma zu Wort: Der frühere RTL-Chef und heutige Geschäftsführende Gesellschafter von NRW-TV wettert im Gespräch mit HORIZONT über die Praktiken der Mediaagenturen - und fordert eine gesetzliche Regelung, für die er sich mit seinen guten Kontakten in die Politik stark machen will.


2. Was klassische Marktforschung Big Data voraus hat. Big Data ist derzeit in aller Munde. Vor allem das Marketing soll von der Kraft der Daten profitieren. Doch lassen sich aus den Datenmassen tatsächlich valide Erkenntnisse fürs Marketing ziehen? Claudia Knod, General Manager Germany bei B2B International, hat da so ihre Zweifel, wie sie in ihrem Gastbeitrag für HORIZONT Online schreibt.

3. Rekordstrafe für Fiat Chrysler. Der Autokonzern ist wegen Fehlern bei einer Rückrufaktion in den USA zu einer Rekordstrafe von 105 Millionen Dollar verdonnert worden. Die amerikanische Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hatte zuvor geprüft, ob der Autobauer zu spät auf Sicherheitsmängel reagiert hatte. Zusätzlich zur Geldstrafe muss  Fiat Chrysler mehr als eine halbe Million Fahrzeuge wegen defekter Bauteile, die zu einem Verlust der Kontrolle über das Fahrzeug führen können, zurückkaufen.


4. Snapchat boomt in Deutschland. In den USA gehört der Instant-Messaging-Dienst Snapchat bereits zu den Lieblingen der Teenager, nun nimmt die App auch bei uns Fahrt auf: Wie der "Focus" berichtet, gehörte Deutschland im zweiten Quartal 2015 zu den zehn Ländern mit der höchsten Zahl an Snapchat-Nutzern weltweit und zu den Top-5-Ländern beim Wachstum.

5. Digitalplattformen vs. Verlage Teil 2. Nach "SZ"-Digitalchef Stefan Plöchinger bezieht nun Stan Sugarman, Chief Digital Officer bei G+J Deutschland, bei HORIZONT Online Stellung zu journalistischen Ambitionen von Digitalplattformen. Seine These: "Die DNA der Verlage ist investigativer, meinungsstarker Journalismus. Die Social Networks orientieren sich an den schnell drehenden Trendthemen ihrer User."

6. FMCG-Riesen wachsen immer langsamer. Während sich die durchschnittlichen Wachstumsraten der 50 weltweit umsatzstärksten Konsumgüterhersteller im vergangenen Jahr rückläufig entwickelten, sind kleinere Marken die großen Gewinner. Das ist ein zentrales Ergebnis der Studie "Trends und Strategien im Konsumgütermarkt" der Unternehmensberatung OC&C Strategy Consultants. Umsatzstärkster FMCG-Konzern bleibt Nestlé vor Procter & Gamble und Pepsico.

7. Warum Beme für Marken unbrauchbar ist. Um die neue Video-App Beme wird derzeit viel Bohei gemacht. Mit der Anwendung können User Videos posten, bei denen sie weder sehen, was genau sie da aufnehmen, noch ist eine Nachbearbeitung möglich. Das Prinzip hat einen gewissen Reiz - Werbungtreibende können damit aber wahrscheinlich nicht viel anfangen, glaubt HORIZONT-Online-Redakteur Ingo Rentz.
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