HORIZONT vor 9

Sieben Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

© David Hein
Guten Morgen aus Frankfurt. „Zurück in die Zukunft“ war gestern, willkommen in der Gegenwart – mit den wichtigsten Meldungen vor 9. Wir wünschen Ihnen heute, aber auch in Zukunft, energiegeladene und erfolgreiche Businesstage.


1. Deutschlands umsatzstärkste Online-Shops. Amazon, Otto, Zalando - die Top 3 der umsatzstärksten Onlinehändler in Deutschland dürfte niemanden überraschen. Wohl aber die erschreckende Dominanz des Platzhirsches Amazon. Allein im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 setzte der Online-Händler ohne Markplatz und Service-Angebote 6,6 Milliarden Euro um – das entspricht 20 Prozent des Gesamtumsatzes aller Shops.



2. Prüf-Betrügereien auch bei Staubsaugern? VW hat mit getürkten Tests die eigene Marke und „Made in Germany“ in Verruf gebracht. Nun verdächtigt Staubsaugerhersteller Dyson den Konkurrenten Bosch, bei Energiespartests betrogen zu haben, berichtet FAZ.net. Welche Schummelei wohl als nächstes kommt?


3. Youtube bringt werbefreies Bezahl-Abo. Kommt hier der nächste selbsternannte Netflix-Killer? Der Verdacht liegt nahe, doch Youtube-Manager Robert Kyncl sagt in Adage: „Alles, was wir machen, ist genau das Gegenteil von Netflix.“ Wichtigster Unterschied des werbefreien Angebots: Youtube Red ist mit seinen zahlreichen Shows und Youtube-Stars deutlich für Jüngere konzipiert.


4. Adblocker – was tun? Die deutsche Werbe- und Medien-industrie beginnt, die Adblocker-Problematik differenzierter zu betrachten. Adblocker seien nur deshalb so erfolgreich, weil die Menschen im Netz überschwemmt würden von schlecht gemachten Anzeigen, sagte „Wiwo“-Chefredakteurin Miriam Meckel am Mittwoch auf den Münchner Medientagen. Man müsse kreativer werden.

5. Wie sich der „Spiegel“ ins Abseits gedribbelt hat. Man muss in Sachen Fußball und Fifa schon Tapferkeit an den Tag legen, wenn man eisern von der Unschuldsvermutung ausgeht, formuliert Gabor Steingart im Handelsblatt Morning Briefing:  Jetzt erhebt die Fifa Anklage gegen Franz Beckenbauer – wegen der WM-Vergabe 2018 und 2022. In Sachen Sommermärchen dagegen gibt es nichts Neues – außer der zunehmenden Gewissheit, dass sich der „Spiegel“ ins Abseits gedribbelt hat, wie HORIZONT-Chefredakteur Volker Schütz beschreibt.

6. Der Werbemarkt wächst um drei Prozent. Fast 20 Milliarden Euro haben Unternehmen in den ersten neun Monaten in Deutschland in Werbung investiert. HORIZONT zeigt die Entwicklung in vier Info-Grafiken, ein Beispiel aus der Reihe: Wenige Grafiken sagen mehr als 1000 Worte. 

7. Warum Kreative am Haken der Cannes Lions hängen. DDB-Kreativchef  Amir Kassaei ist davon überzeugt, dass „unsere Branche stagniert“. Serviceplans oberster Kreativer Alexander Schill dagegen ist der Meinung, dass es nie so spannend war, in der Werbeindustrie zu arbeiten. Im HORIZONT-Streitgespräch debattieren sie über Sinn und Unsinn von Kreativwettbewerben und die Frage, ob und warum es Aufgabe der Agenturen sein sollte, Ideen für eine bessere Gesellschaft zu entwickeln.

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