HORIZONT vor 9

Sechs Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

© David Hein
Guten Morgen aus Frankfurt. Wir stellen jetzt mal eine sehr gewagte These auf: Bayern München wird Deutscher Meister. Weit weniger sicher ist, ob VW es schafft, nur mit einem blauen Auge aus der Dieselgate-Affäre herauszukommen. Mehr dazu in unseren Top-News am Morgen!
1. VW informiert Kunden und wirbt um Vertrauen. Am Wochenende hat VW zwei Schritte unternommen, um das Vertrauen der Konsumenten zurückzugewinnen. Zum einen schaltete der angeschlagene Autobauer ein Info-Tool frei, mit dem Kunden überprüfen können, ob in ihrem Fahrzeug die Manipulationssoftware eingebaut ist. Der zweite Schritt betrifft das Marketing: In sozialen Netzwerken und Sonntagstiteln wirbt VW mit Anzeigen und dem Satz: "Wir werden alles tun, um euer Vertrauen zurückzugewinnen."


2. Apple rockt das Interbrand-Ranking. Dass Apple erneut die Nummer 1 bei den Best Global Brands werden würde, war zu erwarten. Mit welchem Tempo die Marke wächst, ist allerdings beeindruckend: Die Kultmarke hat das Kunststück geschafft, ihren Markenwert um 43 Prozent auf 170,3 Milliarden US-Dollar zu steigern. Und Volkswagen: Nun, es hätte schlimmer kommen können.

3. Keine Panik vor mobilen Adblockern. Seit dem Update auf iOS9 kann im Apple-Browser Safari mobile Werbung ausgeblendet werden. In der Branche führt das zu heißen Diskussionen über die Auswirkungen auf die Werbeindustrie. Alexander von der Geest, COO bei AddApptr, beruhigt die Werber und meint: Panik ist nicht angebracht. Lesen Sie hier seinen kompletten Gastbeitrag auf HORIZONT Online.


4. Fifa-Sponsoren machen Blatter Druck. Fifa-Chef Sepp Blatter hat seinen Rückzug für Februar kommenden Jahres angekündigt. Geht es nach den Großsponsoren Coca-Cola, Visa, McDonald's und Budweiser, sollte der Schweizer sein Amt sofort aufgeben, um dem durch Korruption belasteten Fußball-Weltverband einen echten Neuanfang zu ermöglichen. Doch Blatter ficht das alles nicht an.

5. IBM-CMO: Technologie nicht ohne Sinn und Verstand einsetzen. IBM unterstützt Marketiers mit Software dabei, ihre Mittel optimal einzusetzen und den Kampagnen-Erfolg zu messen. CMO Caroline Taylor plädiert dennoch dafür, im Marketing auch auf gesunden Menschenverstand zu setzen: "Technologie ist nun einmal ein zweischneidiges Schwert: Wenn man sie nicht klug einsetzt, kann es fürchterlich schief gehen", so Taylor im Interview mit HORIZONT.

6. Darf Alphabet etwa böse sein? Der wohl berühmteste Leitspruch bei Google lautete stets: "Don't be evil". Der Satz bildet den Anfang der offiziellen Unternehmensleitlinien. Seit heute ist die neu gegründete Konzernholding Alphabet, in die Google das nicht mit der Internetsuche verbundene Geschäft ausgelagert hat, offiziell am Markt. Und siehe da: Im Code of Conduct des Unternehmens taucht der Satz nicht auf.
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