HORIZONT vor 9

Neun Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Ströer-Chef Udo Müller
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Ströer-Chef Udo Müller
Guten Morgen aus Frankfurt. Sind Sie Linkshänder? Dann dürfen Sie sich feiern lassen: Heute ist der Internationale Linkshändertag. Linkspatschen sind nicht nur angeblich besonders kreativ, sondern laut Erhebungen aus den USA auch in Mathematik überdurchschnittlich häufig besonders begabt. Was heute morgen wirklich wichtig ist, lesen Sie wie immer in unseren Top-News am Morgen.
1. Ströer übernimmt T-Online. Wie von HORIZONT in dieser Woche bereits vorab gemeldet, ist die Übernahme des Telekom-Vermarkters Interactive Media und des Portal T-Online durch Ströer jetzt auch offiziell in trockenen Tüchern. Der Außenwerber lässt sich den Deal 300 Millionen Euro in eigenen Aktien kosten, die Telekom hält damit künftig zwischen 11 und 13 Prozent der Aktien von Ströer.


2. Bayern profitiert von schwacher BVB-Saison. Der FC Bayern München hat seinen 1. Platz im jährlichen HORIZONT Bundesliga-Performance-Check erneut verteidigt. Verfolger Dortmund fällt leicht zurück, dafür greifen andere weiter an. Der größte Aufsteiger der Saison ist der VfL Wolfsburg.

3. Wie tot ist Online-Werbung nun wirklich? Rechtzeitig zur Dmexco häufen sich die schlechten Nachrichten aus dem Digitalbereich. Berichte über den gravierenden Anstieg von Robot Traffic sollen eine Branche verunsichern, deren Kernbusiness durch Adblocker schon seit längerem massiv torpediert wird. Dabei ist Digitalwerbung alles andere als tot, sie muss sich aber noch stärker als bislang den zentralen Problemfeldern stellen, meint HORIZONT-Chefredakteur Volker Schütz


4. Media Impact unter Zeitdruck. Die Sommerpause fällt bei Media Impact (MI), dem gemeinsamen Vermarkter von Axel Springer und der Funke Mediengruppe, in diesem Jahr komplett ins Wasser. So ist etwa das Führungsteam immer noch nicht gekürt. Nach HORIZONT-Infos soll es eine Doppelspitze geben, mit Chief Marketing Officer Andreas Geyr als Sprecher. Dessen Schonfrist läuft langsam aber sicher ab - immerhin stehen im Herbst die Jahresgespräche mit den wichtigsten Werbekunden an.

5. Twitter weicht 140-Zeichen-Grenze auf. Der Kurznachrichtendienst gibt seinen Nutzern mehr Raum - zumindest für die direkte Kommunikation zwischen Nutzern wird die magische 140-Zeichen-Grenze aufgehoben. Das teilte das Unternhemen am Mittwoch mit. Für öffentliche Tweets gilt allerdings nach wie vor: In der Kürze liegt die Würze.

6. Werbefreie Zone Snapchat Discover. Der hochgelobte Newsdienst Discover von Snapchat ist bislang weitgehend anzeigenfrei. Nach einer Erhebung von "Adage" kommen auf alle zwölf Newskanäle der App pro Tag gerade einmal 2,5 Anzeigen. Nach dem Ende der Sommerpause rechnen allerdings mehrere Medienanbieter, die Discover nutzen, mit den ersten Kampagnen.

7. Alibaba bleibt auf dem Teppich. Der Umsatz des chinesische Online-Händlers ist im zweiten Quartal um 28 Prozent auf 3,27 Milliarden Dollar gewachsen, der Gewinn kletterte sogar um 30 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar. Da der Zuwachs unter den Erwartungen blieb, wurde das Unternehmen an der Börse aber abgestraft.

8. Amazon beendet Product Ads. Bislang konnten auch andere Online-Händler ihre Waren bei Amazon anpreisen - doch damit soll jetzt Schluss ein. Ab Ende Oktober bietet der Online-Händler keine sogenannten Product Ads mehr für Waren an, die Amazon selbst nicht verkauft, schreibt "Adage".

9. "Bild" präsentiert neue Markenstrategie. Bescheidenheit ist für die "Bild"-Zeitung ein Fremdwort: Nicht weniger als das "multimediale Leitmedium für ganz Deutschland" will der Springer-Titel werden – und zwar mithilfe einer übergreifenden Markenpositionierung, die alle "Bild"-Kanäle wie Print, Bild.de, Mobile und Apps umfasst.
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